Flutlicht-Masten im Jahn-Sportpark gesprengt: Warum zwei stehen bleiben?
Von Thomas Flehmer
Berlin - Mit 30 Minuten Verspätung sind am Donnerstagvormittag die zwei östlichen Flutlicht-Masten des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks in Berlin-Pankow gesprengt worden.
Nach zwei Warntönen, die zugleich die Vögel vertrieben hatten, fielen die beiden jeweils rund 39 Tonnen schweren Masten nach zwei kurzen Sprengsätzen um 11.30 Uhr kurz hintereinander auf das Spielfeld.
Zuvor war ein Sicherheitskreis per Absperrgitter um den Ort gelegt worden, von dem auch Teile des Mauerparks und die Max-Schmeling-Halle betroffen waren. Die Anwohner waren im Vorfeld durch Aushänge informiert worden und konnten in ihren Wohnungen bleiben.
Der alte Sportpark wird in einen inklusiven Sportpark umgebaut. Als Erstes soll der Stadionneubau für rund 20.000 Zuschauer umgesetzt werden, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mitgeteilt hatte.
Die beiden übrig gebliebenen Masten bleiben dem Stadion wegen ihrer identitätsstiftenden Funktion erhalten. Allerdings werden sie nicht mehr in Funktion gesetzt, da die Lichttechnik nicht mehr den Anforderungen an moderne Sportereignisse entspricht.
Als Viktoria Berlin seine Spiele in der 3. Liga in der Saison 2021/2022 im Jahnstadion ausgetragen hatte, musste der Verein bereits zusätzliche Lichtquellen anschaffen, um die Heimspiele ausführen zu können.
Titelfoto: Carsten Koall/dpa
