Kirschblüten in Berlin: Hier blüht es besonders schön

Von Julian Busch

Berlin - Berlin blüht auf - zumindest in manchen Ecken. Während an der Bornholmer Straße die ersten Kirschbäume bereits in voller Pracht stehen, zeigen sich viele andere noch zögerlich.

Am S-Bahnhof Bornholmer Straße blühen die Kirschblüten schon.  © Lilli Förter/dpa

Das berichtet Naturexperte Derk Ehlert von der Senatsverwaltung für Umwelt. Wegen der kalten Nächte geht die Saison in diesem Jahr nach seinen Angaben etwas schleppend los. Denn: "Wenn ein Baum Frost abbekommt, verliert er seine Blütenpracht", betont Ehlert.

Wann sich ein Ausflug lohne, hänge stark vom Wetter ab, so Ehlert. "Kirschen blühen eher im Stadtgebiet als am Stadtrand. Das liegt an der Temperatur und teilweise beginnt die Blüte dort eine Woche früher." Wer also auf Nummer sicher gehen will, schaut zuerst in die Mitte.

Zu den eindrucksvollsten Zielen zählen die TV-Asahi-Kirschblütenallee zwischen Teltow und Berlin-Lichterfelde mit über 1000 Bäumen auf dem früheren Grenzstreifen sowie die Gärten der Welt in Marzahn mit insgesamt etwa 300 Exemplaren. Wer es etwas ruhiger mag, findet entlang des Kolonnenwegs ab der Wollankstraße Richtung Bürgerpark Pankow rund 120 Bäume - und deutlich weniger Gedränge.

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Wer später in der Saison unterwegs ist, kann auch in der Onkel-Bräsig-Straße in Britz noch Glück haben. Dennoch gelte: "Die späteste Blüte ist Anfang Mai, meist endet sie aber schon Ende April", sagt Stadtnaturexperte Ehlert.

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Sein persönlicher Tipp für alle, die dem Trubel entgehen wollen: einfach in die Kleingartenkolonien schauen. "Die Klassiker in Berlin sind toll, aber überlaufen. In den Kolonien kann man oft ungestört blühende Kirschbäume sehen." Für die Planung helfen das "Blütometer" der Gärten der Welt, der Ticker der Stadt Teltow sowie die Suche auf der Hauptstadtseite berlin.de.

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