Schüsse in Berliner Wohnung: Mehrere Verletzte, Klinik von Polizei bewacht

Von Julian Busch, Marlen Rothenburg

Berlin - Bei einer Schießerei in einer Wohnung in Berlin-Tiergarten sind insgesamt vier Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwebten zeitweise in Lebensgefahr. Inzwischen sind sie aber außer Lebensgefahr.

Die Einsatzkräfte rückten zur Wichmannstraße in Berlin aus.  © Sophia Weimer/dpa

Bei den beiden Schwerverletzten handelt es sich um einen 22- und einen 45-jährigen Mann.

Zu den weniger schwer Verletzten zählen ein 52-jähriger Mann und eine 20-jährige Frau. Während die Frau stationär im Krankenhaus behandelt wird, nahm die Polizei den 52-Jährigen nach einer ambulanten Versorgung in Gewahrsam.

Hintergrund der Tat seien Streitigkeiten gewesen, sagte der Sprecher. Details wurden zunächst nicht bekannt. Die Schüsse fielen gegen 17 Uhr in der Wichmannstraße in einer Wohnung im fünften Stock im Stadtteil Tiergarten, ganz in der Nähe des Zoos. Es seien am Abend mehrere Notrufe bei der Polizei eingegangen, darunter auch von den Beteiligten selbst, hieß es.

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"Zum jetzigen Zeitpunkt besteht aber keinerlei Gefahr für die Bevölkerung", betonte der Sprecher weiter. Ob sämtliche Festnahmen unter den Verletzten erfolgten oder ob es noch weitere beteiligte Verdächtigte gibt, blieb offen. Auch gab es zunächst keine Angaben dazu, ob nach weiteren Personen gefahndet wird.

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Ein Mann und eine Frau wurden lebensgefährlich verletzt.  © Christoph Soeder/dpa

Verletzter schleppte sich selbst ins Krankenhaus

Mit einem Großaufgebot sichert die Polizei die Umgebung.  © Christoph Soeder/dpa

Einer der Verletzten habe sich noch selbst ins nahe gelegene Franziskus-Krankenhaus geschleppt, sagte der Polizeisprecher. Die Klinik werde derzeit von außen von Polizisten bewacht. Auch alle anderen Verletzten seien in Kliniken gebracht worden. Der Bereich um den Tatort ist weiträumig abgesperrt.

Im vergangenen Jahr hat es in Berlin immer wieder Schießereien gegeben. Die Berliner Polizei hat deshalb eine spezielle Aufklärungseinheit, die sogenannte Besondere Aufbauorganisation (BAO) "Ferrum" (deutsch: Eisen).

Seitdem geht sie mit umfangreichen Razzien in Kneipen und Wohnungen sowie an bekannten Treffpunkten von Kriminellen gegen gewalttätige Banden vor. Ob die Tat am Freitagabend in diesen Zusammenhang gehört, ist aber noch völlig unklar.

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Erstmeldung am 25. Januar um 20.15 Uhr, zuletzt aktualisiert am 26. Januar um 13.52 Uhr.

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