Schüsse in Berliner Wohnung: Mehrere Verletzte, Klinik von Polizei bewacht

Von Julian Busch

Berlin - Bei einer Schießerei in einer Wohnung in Berlin-Tiergarten sind insgesamt fünf Menschen verletzt, zwei von ihnen lebensgefährlich.

Die Einsatzkräfte rückten zur Wichmannstraße in Berlin aus.
Die Einsatzkräfte rückten zur Wichmannstraße in Berlin aus.  © Sophia Weimer/dpa

Bei den beiden handele es sich um eine Frau und einen Mann, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Unter den drei weniger gravierend Verletzten seien demnach zwei Männer und eine Frau.

Es habe bereits mehrere Festnahmen gegeben. Zum jeweiligen Alter gab es noch keine Erkenntnisse.

Hintergrund der Tat seien Streitigkeiten gewesen, sagte der Sprecher. Details wurden zunächst nicht bekannt. Die Schüsse fielen gegen 17Uhr in der Wichmannstraße in einer Wohnung im 5. Stock im Stadtteil Tiergarten, ganz in der Nähe des Zoos. Es seien am Abend mehrere Notrufe bei der Polizei eingegangen, darunter auch von den Beteiligten selbst, hieß es.

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"Zum jetzigen Zeitpunkt besteht aber keinerlei Gefahr für die Bevölkerung", betonte der Sprecher weiter. Ob sämtliche Festnahmen unter den Verletzten erfolgten oder ob es noch weitere beteiligte Verdächtigte gibt, blieb offen. Auch gab es zunächst keine Angaben dazu, ob nach weiteren Personen gefahndet wird.

Ein Mann und eine Frau wurden lebensgefährlich verletzt.
Ein Mann und eine Frau wurden lebensgefährlich verletzt.  © Christoph Soeder/dpa

Verletzter schleppte sich selbst ins Krankenhaus

Mit einem Großaufgebot sichert die Polizei die Umgebung.
Mit einem Großaufgebot sichert die Polizei die Umgebung.  © Christoph Soeder/dpa

Einer der Verletzten habe sich noch selbst ins nahe gelegene Franziskus-Krankenhaus geschleppt, sagte der Polizeisprecher. Die Klinik werde derzeit von außen von Polizisten bewacht. Auch alle anderen Verletzten seien in Kliniken gebracht worden. Der Bereich um den Tatort ist weiträumig abgesperrt.

Im vergangenen Jahr hat es in Berlin immer wieder Schießereien gegeben. Die Berliner Polizei hat deshalb eine spezielle Aufklärungseinheit, die sogenannte Besondere Aufbauorganisation (BAO) "Ferrum" (deutsch: Eisen).

Seitdem geht sie mit umfangreichen Razzien in Kneipen und Wohnungen sowie an bekannten Treffpunkten von Kriminellen gegen gewalttätige Banden vor. Ob die Tat am Freitagabend in diesen Zusammenhang gehört, ist aber noch völlig unklar.

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Erstmeldung um 20.15 Uhr, zuletzt aktualisiert um 21.29 Uhr

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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