Abbitte bei allen Berlinern: Fällt Tennis-Kai der Stromausfall auf die Füße?

Von Corinna Schwanhold

Berlin - Es ist Wahljahr in Berlin und da kann kein Politiker schlechte Presse gebrauchen, schon gar nicht Kai Wegner (53, CDU), der im September wiedergewählt werden möchte.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) steht nach dem großen Stromausfall im Januar weiterhin unter Druck.  © Carsten Koall/dpa

Daher hat der Regierende Bürgermeister nach dem großen Stromausfall in der Hauptstadt erneut Fehler in seiner Kommunikation eingeräumt. Er wolle sich "dafür bei allen Berlinerinnen und Berlinern entschuldigen. Es tut mir aufrichtig leid", sagte Wegner der "B.Z.".

"Aufgrund meiner Fehler in der Kommunikation ist ein Eindruck entstanden, den ich sehr bedauere. Tatsächlich habe ich mich mit aller Kraft um die Bewältigung dieser Krise gekümmert, als absehbar war, welche Dimension das annimmt." Er habe seinen Job gemacht.

Der 53-Jährige steht wegen seiner Angaben zum 3. Januar - dem ersten Tag des großen Stromausfalls - in der Kritik. Der CDU-Politiker hatte zunächst verschwiegen, mittags für eine Stunde Tennis gespielt zu haben, wie Recherchen des RBB ergaben.

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Vergangene Woche war Wegner erneut wegen eines Berichts des "Tagesspiegel" zu seinem Tagesablauf unter Druck geraten. Der Ausfall war Folge eines mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlags.

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Wegner hatte sich bereits im Januar selbstkritisch zu seiner Kommunikation geäußert. Er ist seit April 2023 Regierungschef, seine CDU koaliert mit der SPD. Am 20. September wird in der Hauptstadt ein neues Abgeordnetenhaus gewählt.

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