Fall Fernandes: CDU-Beschluss zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen

Von Matthias Arnold, Thorsten Meiritz

Berlin - In einem Beschlusspapier der Berliner CDU spricht sich der Landesvorstand für konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen aus.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) fordert, Gewalt gegen Frauen konsequent zu bekämpfen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Dazu gehörten systematische Präventionsprogramme für Kinder und Jugendliche zu Themen wie Gleichberechtigung, Grenzen und Konsens sowie gewaltfreie Konfliktlösung, heißt es in dem Papier.

Weitere Punkte sind die Ausweitung von Videoüberwachung im öffentlichen Raum und eine längere Datenspeicherung.

Der Beschluss der Berliner CDU fordert erweiterte Strategien zur Bekämpfung digitaler Gewalt. "Dabei sind insbesondere neue Formen psychischer Gewalt im digitalen Raum stärker zu berücksichtigen und Gesetzeslücken bei Deepfakes kurzfristig zu schließen", heißt es in dem Papier weiter.

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Auslöser der Debatte um sexuelle Gewalt im Internet ist die Klage von Collien Fernandes (44), die ihrem Ex-Mann Christian Ulmen (50) "virtuelle Vergewaltigung" vorwirft.

"Nicht die Opfer von Gewalt müssen sich schämen, sondern die Täter", teilte der Landes-Parteichef und Regierende Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) mit. "Wir wollen Gewalt gegen Frauen konsequent bekämpfen und wirksam verhindern."

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Collien Fernandes (44) spricht bei einer Demonstration in Hamburg: Die Schauspielerin hat mit ihrer Anzeige von Ex-Mann Christian Ulmen eine Debatte um Gewalt gegen Frauen im Internet ausgelöst.  © Marcus Brandt/dpa

Dafür solle die Prävention gestärkt, Schutzmaßnahmen ausgebaut und Täter konsequent zur Verantwortung gezogen werden. "Wir brauchen dazu eine breite gesellschaftliche Debatte - auch und gerade unter uns Männern", teilte Wegner mit.

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