Nach Stromausfall: Wegner fordert mehr Geld für kritische Infrastruktur

Von Andreas Rabenstein

Berlin - Als Konsequenz aus dem Stromausfall durch den mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag hat Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) eine Neupriorisierung und Umschichtung des Geldes aus dem Sondervermögen des Bundes gefordert.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) will die kritische Infrastruktur in der Hauptstadt stärken.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

"Nach dem erneuten Anschlag müssen die Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes stärker in die kritische Infrastruktur fließen, als das bisher geplant ist", sagte Wegner den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.

"Es geht mir nicht nur um mehr Geld, sondern um funktionierende Strukturen. Wir müssen zuerst über die Strukturen sprechen, dann über die Finanzmittel. Aber am Ende wird sich auch der Finanzminister bewegen müssen", sagte er weiter.

Wegner kündigte an, auch die für Berlin vorgesehenen Mittel aus dem Sondervermögen umzuschichten. "Auch in Berlin werden wir Mittel aus dem Sondervermögen umschichten, um den Schutz der kritischen Infrastruktur zu stärken. Ich habe dazu bereits mit dem Finanzsenator gesprochen. Alles muss auf den Prüfstand."

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Sein Krisenmanagement während des Stromausfalls sieht Wegner wenig kritisch. "Rückblickend wäre es für mich persönlich sicher besser gewesen, dorthin zu fahren und vor Ort Fotos zu machen."

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Wegner über Tennisspiel während Stromausfall: Immer erreichbar gewesen

Aber "den betroffenen 100.000 Menschen hätte das nicht geholfen. Nullkommanull", sagte der Regierende Bürgermeister.

Zu seinem Tennisspiel während des ersten Tags des Stromausfalls sagte er, es wäre wohl besser gewesen, das am Sonntag zu sagen. Er sei aber immer erreichbar gewesen.

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