Protest gegen Irans Mullah-Regime: Hunderte demonstrieren in Berlin

Von Lukas Dubro, Stefan Kruse

Berlin - Am Brandenburger Tor in Berlin haben Demonstranten erneut ihre Unterstützung für die Massenproteste gegen die Regierung im Iran gezeigt.

Dieses am 9. Januar aufgenommene Foto soll Iraner bei einem Protest gegen die Regierung in Teheran zeigen.  © Uncredited/UGC/AP/dpa

Die Polizei zählte kurz nach Beginn der Kundgebung mehr als 150 Menschen vor der US-Botschaft. Laut einer Sprecherin kamen aber noch Demonstrantinnen und Demonstranten dazu. Nach Schätzungen eines dpa-Reporters stieg die Zahl auf mehrere Hundert. 100 Teilnehmer waren laut Polizei angemeldet gewesen.

Viele Demonstrierende trugen die alte Flagge des Iran mit Löwe und Sonne in der Mitte. Zudem wurden Plakate mit Bildern des 1979 gestürzten Schahs und seines Sohns Reza Pahlavi (65), eines prominenten Exil-Politikers, hochgehalten.

Auf einem Plakat wurde US-Präsident Donald Trump (79) aufgefordert, den Iran zu retten. Bereits am Samstag waren nach Polizeiangaben rund 1.400 Menschen in der Hauptstadt auf die Straße gegangen, um ihre Solidarität zu zeigen.

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Auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) solidarisierte sich mit den aufbegehrenden Menschen im Iran. "Die brutale Gewalt des iranischen Regimes gegen die eigene Bevölkerung – gegen Frauen, Männer und Kinder – ist abscheulich", erklärte der CDU-Politiker. "Berlin steht fest an der Seite dieser mutigen Menschen, die für Freiheit, Selbstbestimmung und Menschenrechte und gegen das Regime auf die Straße gehen."

In Berlin lebe eine der größten iranischen Gemeinschaften außerhalb des Irans, so Wegner. "Wir teilen ihren Schmerz über die Toten und die vielen Verletzten. Berlin ist und bleibt die Stadt der Freiheit. Von hier aus senden wir ein klares Signal: Wir schauen nicht weg. Der Kampf für Freiheit und Menschenrechte ist ein Kampf für Werte, den es sich zu kämpfen lohnt."

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Schwerste Proteste im Iran seit Jahren

US-Präsident Donald Trump (79) stellte den Demonstranten in Teheran Unterstützung in Aussicht.  © Mehmet Eser/ZUMA Press Wire/dpa

Seit mehr als zwei Wochen demonstrieren Iranerinnen und Iraner gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik.

Die durch eine Wirtschaftskrise ausgelösten Proteste haben sich inzwischen zu einem landesweiten Aufstand entwickelt. Der Sicherheitsapparat reagiert mit brutaler Härte.

US-Präsident Trump setzte bis auf weiteres alle Gespräche mit der Führung in Teheran aus und stellte den Demonstranten Unterstützung in Aussicht. "Iranische Patrioten, protestiert weiter! Übernehmt eure Institutionen!", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

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Er habe alle Treffen mit iranischen Regierungsvertretern abgesagt, bis das "sinnlose Tötung von Demonstranten aufhöre".

Der Post des Präsidenten wurde bei der Demo in Berlin bejubelt.

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