Von Matthias Koch
Berlin - Regionalligist BFC Dynamo kann nach einem dramatischen 6:3-Sieg gegen Sparta Lichtenberg weiter auf eine Titelverteidigung im Berliner Landespokal hoffen.
Das Spiel wurde erst in der Verlängerung entschieden. Nach 45 Minuten hatte es 1:1 gestanden, 2:2 nach 90. In der Nachspielzeit war das Spiel wegen Ausschreitungen für ganze elf Minuten unterbrochen.
BFC-Anhänger zündeten außerhalb des Vereinsgeländes Pyrotechnik. Polizeikräfte eilten herbei. Es kam zu Auseinandersetzungen.
Weil wohl auch Pyrotechnik von draußen nach innen geworfen wurde, unterbrach Schiedsrichter Julius Hanft in der 110. Minute die Partie. Zuvor hatte es in dieser Phase eine Rudelbildung zwischen den Spielern beider Teams gegeben, nach der Sparta-Kapitän Ömer Toktumur die Rote Karte sah (109.).
Außenseiter Lichtenberg profitierte vor 1050 Zuschauern zwischenzeitlich davon, dass die Partie auf dem Kunstrasenplatz des ausverkauften Paul-Kalkbrenner-Sportfeldes stattfand. Die Gastgeber konnten einen frühen Rückstand drehen und mussten den BFC-Ausgleich erst in der 89. Minute hinnehmen.
Vor drei Jahren konnte Sparta den BFC im Semifinale mit 5:1 aus dem Wettbewerb werfen, ebenfalls daheim auf Kunstrasen. Der damalige Berlin-Ligist scheiterte 2023 im Endspiel am Oberligist TuS Makkabi mit 1:3 nach Verlängerung.
Dynamo-Gegner im Finale am 23. Mai im Mommsenstadion ist Regionalligist VSG Altglienicke, der am Tag zuvor Ligakonkurrent Hertha Zehlendorf mit 4:0 besiegt hatte.