Erst raus, jetzt zurück! Wirrwarr um Tusche-Kumpel Brunnemann bei Altglienicke

Berlin - Kehren alte Besen bei der VSG Altglienicke besser? Dan Twardzik (34) und Björn Brunnemann (45) lösen Ersan Parlatan (48) als Trainer ab und machen sich gleich bei dem Team beliebt. Doch um "Brunne", dicker Kumpel von VSG-Entscheider Torsten Mattuschka (45), gibt es ein Wirrungen.

Torsten Mattuschka (45, l.) und Björn Brunnemann (45) kennen sich seit gut zwei Jahrzehnten, kickten bei Cottbus, Union und später Altglienicke zusammen. (Archivbild)  © IMAGO / Matthias Koch

Bis Ende 2025 war der Ex-Profi als Trainer für Altglienickes U23 verantwortlich, seit Jahresbeginn plötzlich nicht mehr. "Brunnes" Aus nach fast zehn Jahren bei der VSG erfolgte still und heimlich, öffentlich schweigen sich alle Parteien dazu aus.

Jetzt ist der Tusche-Kumpel zurück und will künftig statt der U23 den VSG-Profis seine Erfahrung aus 108 Spielen in der 2. Bundesliga einimpfen.

Seine erste Amtshandlung: Spieler und Trainer zockten am Dienstag vor dem Bezirksduell gegen den BFC Dynamo (Freitag, 19 Uhr) ein Fußballtennis-Turnier - für die gute Stimmung.

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Die soll unter Vorgänger Parlatan arg gelitten haben, der deswegen schon länger auf der Kippe stand. Nach TAG24-Informationen soll es zwischen Mannschaft und Trainer zwischenmenschlich überhaupt nicht mehr gefunkt haben. Selbst Führungsspieler klagten über Nicht-Kommunikation des Deutsch-Türken.

Fakt ist auch: Für den gebürtigen Berliner ist auch die neunte Station in fünf Jahren nach weniger als einer vollen Saison beendet.

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VSG Altglienicke: Werden Dan Twardzik und Björn Brunnemann von der Interims- zur Dauerlösung?

Dan Twardzik (34, r.) ist seit 2021 Co-Trainer der VSG, damals noch unter Karsten Heine (heute 70, l.)  © Picture Point / Gabor Krieg

Statt des fachlich geschätzten, menschlich aber eigenwilligen Parlatan setzt die VSG in Brunnemann auf einen Gute-Laune-Bär und in Twardzik auf einen weiteren Ex-Spieler, der im Team hochangesehen ist und bisher für die Spielvorbereitungen zuständig war.

Nach seinem verletzungsbedingten Karriereende sattelte Twardzik zum Trainer um. Schon mehrfach holte er die Kohlen aus dem Feuer, zuletzt als sich die VSG im März vor einem Jahr von Semih Keskin (37) getrennt hatte.

Mattuschka: "Dan kennt die Mannschaft, den Verein und unsere Spielidee im Detail. Er genießt unser volles Vertrauen und bringt die notwendige Klarheit und Energie mit, um das Team in dieser Phase zu führen. Gemeinsam mit Björn Brunnemann haben wir ein Trainerteam, das unsere sportlichen Ziele fokussiert weiterverfolgen wird."

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Das Trainerduo aus Twardzik/Brunnemann soll offiziell bis Saisonende agieren, aber: Twardzik hat die nötige A-Lizenz, könnte bei einer erfolgreichen Restrunde zur Dauerlösung werden.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 25 53:19 58
2 Hallescher FC 25 44:23 50
3 FC Carl Zeiss Jena 24 44:24 48
4 FC Rot-Weiß Erfurt 25 47:31 47
5 FSV Zwickau 24 38:29 45
6 VSG Altglienicke 24 33:29 37
7 Chemnitzer FC 25 38:39 34
8 1. FC Magdeburg II 25 39:35 33
9 FSV 63 Luckenwalde 23 27:30 32
10 BFC Preussen 22 28:34 30
11 Hertha BSC II 24 36:45 30
12 ZFC Meuselwitz 24 34:38 29
13 BFC Dynamo 23 28:36 26
14 SV Babelsberg 03 23 34:43 24
15 Greifswalder FC 24 24:35 23
16 BSG Chemie Leipzig 24 21:36 18
17 FC Eilenburg 25 25:44 18
18 Hertha 03 Zehlendorf 21 17:40 10

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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