Theater erhöhen Preise: Spardruck im Brandenburger Kultureinrichtungen

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Von Monika Wendel

Potsdam/Frankfurt (Oder)/Cottbus - Steigende Kosten setzen die Theater in Brandenburg unter Druck. Viele Häuser müssen reagieren und erhöhen für die kommende Saison 2026/2027 die Eintrittspreise. Grund sind Inflation, hohe Energiekosten und unsichere Fördermittel aus Landes- und Stadtkassen.

Obwohl das Hans Otto Theater viele Besucher zählt, scheint es finanziell hinten und vorne nicht zu reichen.
Obwohl das Hans Otto Theater viele Besucher zählt, scheint es finanziell hinten und vorne nicht zu reichen.  © Jens Kalaene/dpa

Das Hans Otto Theater Potsdam spricht von einer angespannten finanziellen Lage. Dort heißt es: "Sparen, dass die Schwarte kracht. Rücklagen werden aufgebraucht. Preise werden erhöht." Vor allem Abonnements werden teurer – in einigen Kategorien um bis zu 16 Prozent. Einzeltickets bleiben dagegen stabil. Zudem wurde bereits in der Vergangenheit eine Produktion pro Spielzeit gestrichen. 2025 kamen rund 100.100 Besucher.

Auch das Staatstheater Cottbus kündigt eine Preiserhöhung von rund zehn Prozent an. Begründung: Seit zehn Jahren habe es keine Anpassung gegeben. Gleichzeitig sollen Abo-Strukturen überprüft und reduziert werden.

Im Theaterhaus Kleist Forum in Frankfurt (Oder) steigen die Ticketpreise ebenfalls – um drei bis fünf Euro pro Karte, was einer Erhöhung von bis zu 20 Prozent entspricht. Das Haus verweist auf steigende Kosten und wachsende Besucherzahlen von rund 50.000 Gästen im Jahr 2025.

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Die neue Bühne Senftenberg erhöht die Preise vorerst nicht, warnt jedoch vor möglichen Einschnitten: Gleichbleibende Zuschüsse bei steigenden Kosten könnten den Betrieb langfristig gefährden. Besonders die Tariferhöhungen beim Personal gelten als Belastung.

Insgesamt zeigt sich: Die Theater in Brandenburg stehen finanziell unter Druck – und die Besucher müssen sich vielerorts auf höhere Preise einstellen.

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa

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