Grüne Liga Brandenburg will Red Bull "Flügel stutzen"
Von Marc-Oliver von Riegen
Baruth/Mark - Der Umweltverband Grüne Liga Brandenburg geht rechtlich gegen den geplanten Ausbau der Produktion von Red Bull und dem Fruchtsafthersteller Rauch im Landkreis Teltow-Fläming vor.
Nach Angaben des Verbands wurde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ein Normenkontrollantrag eingereicht, außerdem beantragte die Grüne Liga, den Bebauungsplan vorläufig außer Vollzug zu setzen.
Die österreichischen Getränkehersteller hatten den Mineralwasserabfüller Urstromquelle übernommen und wollen nun ein eigenes Dosen-Werk errichten.
Kritiker fürchten, dass dafür jährlich rund 2,5 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem bisher für Mineralwasser genehmigten Vorrat entnommen werden könnten – mit Folgen für Trinkwasser und Umwelt.
Auch Artenschutz und geplante Ausgleichsmaßnahmen stehen laut Grünen Liga auf dem Prüfstand.
Hersteller weist Kritik zurück
Red Bull und Rauch halten dagegen: Es werde kein zusätzliches Wasser verbraucht, alles bleibe im Rahmen der bisherigen Genehmigungen.
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