Grüne Liga Brandenburg will Red Bull "Flügel stutzen"

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Von Marc-Oliver von Riegen

Baruth/Mark - Der Umweltverband Grüne Liga Brandenburg geht rechtlich gegen den geplanten Ausbau der Produktion von Red Bull und dem Fruchtsafthersteller Rauch im Landkreis Teltow-Fläming vor.

Umweltschützer klagen gegen den Bebauungsplan für das geplante Red-Bull-Dosenwerk in Brandenburg.
Umweltschützer klagen gegen den Bebauungsplan für das geplante Red-Bull-Dosenwerk in Brandenburg.  © Patrick Pleul/dpa

Nach Angaben des Verbands wurde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ein Normenkontrollantrag eingereicht, außerdem beantragte die Grüne Liga, den Bebauungsplan vorläufig außer Vollzug zu setzen.

Die österreichischen Getränkehersteller hatten den Mineralwasserabfüller Urstromquelle übernommen und wollen nun ein eigenes Dosen-Werk errichten.

Kritiker fürchten, dass dafür jährlich rund 2,5 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem bisher für Mineralwasser genehmigten Vorrat entnommen werden könnten – mit Folgen für Trinkwasser und Umwelt.

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Auch Artenschutz und geplante Ausgleichsmaßnahmen stehen laut Grünen Liga auf dem Prüfstand.

Hersteller weist Kritik zurück

Red Bull will in Baruth/Mark bald jede Menge Dosen herstellen und sieht dabei keine Probleme. (Symbolbild)
Red Bull will in Baruth/Mark bald jede Menge Dosen herstellen und sieht dabei keine Probleme. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Red Bull und Rauch halten dagegen: Es werde kein zusätzliches Wasser verbraucht, alles bleibe im Rahmen der bisherigen Genehmigungen.

Titelfoto: Bildmontage: Patrick Pleul/dpa, Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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