Mit Schutzanzügen und schwer bewaffnet: Spezialkräfte heben Drogenlabor in Ludwigsfelde aus
Von Monika Wendel, Marion van der Kraats
Ludwigsfelde - Zollfahnder und Bundespolizei haben ein groß angelegtes Drogenlabor in einem Industriegebiet in Ludwigsfelde ausgehoben.
Auch schwer bewaffnete Kräfte und Spezialisten für chemische Stoffe rückten aus. Die Durchsuchungen im Auftrag der Berliner Staatsanwaltschaft sollen am Donnerstag weitergehen, wie ein Sprecher des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg sagte.
Mehrere Verdächtige seien vorläufig festgenommen worden. Eine genaue Zahl nannte der Sprecher nicht. Es gehe um Organisierte Kriminalität, da seien keine Einzeltäter am Werk, schilderte er. "Es gehört Logistik und ein gewisses Know-how dazu."
Spezialisten gingen mit Schutzanzügen in die Lagerhalle. Es wurden Spuren und Beweismittel gesichert. Um wie viele Drogen und welche Stoffe es geht, sagte der Sprecher nicht. Die Chemiker seien dabei, die Stoffe zur Herstellung synthetischer Drogen zu analysieren.
Auch Kräfte des Technischen Hilfswerks kamen zum Einsatz sowie eine analytische Taskforce, die eine mögliche Gefährdung durch chemische Stoffe und Dämpfe bewertet. Es gehe um die Sicherheit der Einsatzkräfte.
Ein Bereich von etwa 30 bis 40 Metern um die Halle im Industriepark Ost wurde weiträumig abgesperrt. Schwer bewaffnete Polizisten waren an der Gottlieb-Daimler-Straße postiert.
Die Durchsuchungen erfolgen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin, wie Behördensprecher Alan Bauer sagte. Es werde wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Zu den Hintergründen machte der Sprecher der Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben.
Titelfoto: Soeren Stache/dpa
