Riesige Legende fällt: F60-Brücke nach 45 Jahren gesprengt!

Von Bernd Röder

Jänschwalde - Im ehemaligen Braunkohletagebau Jänschwalde in der Lausitz wurde am Donnerstagvormittag die legendäre Abraumförderbrücke F60 gesprengt.

Das Braunkohletagebau Jänschwalde gilt als eine der größten mobilen Technikanlagen weltweit.
Das Braunkohletagebau Jänschwalde gilt als eine der größten mobilen Technikanlagen weltweit.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Ein symbolträchtiger Moment für die Lausitz. Die Sprengung markiert das Ende eines Kapitels der Lausitzer Bergbaugeschichte und konnte ab 10:45 Uhr live im Internet verfolgt werden.

Über 45 Jahre lang war die F60 das Herzstück der Arbeit mehrerer Bergmannsgenerationen.

Die Anlage bewegte rund 3,5 Milliarden Kubikmeter Erdmasse und legte damit jährlich etwa 14 Millionen Tonnen Braunkohle frei.

Die geförderte Kohle wurde im nahegelegenen Kraftwerk Jänschwalde zur Erzeugung von Strom und Wärme eingesetzt. Sie gilt als eine der größten mobilen Technikanlagen weltweit.

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Rund 66 Kilo Sprengstoff wurden am Stahlkoloss angebracht. Die Sprengung erfolgte unter strengen Sicherheitsvorkehrungen.

Mit dem Kohleausstieg bis 2038 wandelt sich der Energieerzeuger Leag und das Lausitzer Bergbaurevier grundlegend. Künftig entstehen auf ehemaligen Tagebaugebieten große Wind- und Solarparks sowie Seen.

Erstmeldung von 6.06 Uhr, aktualisiert um 13.18 Uhr.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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