Tragödie in Potsdam: Landgerichtspräsident stirbt bei Sportevent

Potsdam: Der Präsident des Landgerichts Potsdam, Holger Matthiessen, ist überraschend im Alter von 61 Jahren gestorben. Der erfahrene Jurist hinterlässt eine Ehefrau und einen Sohn.

Holger Matthiessen (†61) galt als prägende Persönlichkeit der Brandenburger Justiz. (Archivfoto)  © Christophe Gateau/dpa

Matthiessen hatte am Dienstag am Potsdamer Firmenlauf teilgenommen, als er plötzlich in der Maulbeerallee zusammenbrach. Rettungskräfte waren schnell vor Ort und leiteten sofort Reanimationsmaßnahmen ein. Dennoch kam jede Hilfe zu spät.

Der Veranstalter bestätigte einen Todesfall im Zusammenhang mit dem Lauf, nannte aus Datenschutzgründen jedoch keinen Namen. Aus Teilnehmerkreisen hieß es später, es habe sich um Matthiessen gehandelt.

Die Nachricht löste große Betroffenheit aus. In einer gemeinsamen Mitteilung des Brandenburgischen Oberlandesgerichts und des Justizministeriums hieß es am Mittwoch, Matthiessen habe die Justiz mit "großer Sachkunde, Weitblick und menschlicher Integrität" geprägt. Sein Tod hinterlasse eine "schmerzliche Lücke".

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Kollegen beschrieben ihn als verantwortungsvollen Vorgesetzten, klugen Juristen und zugewandten Menschen.

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Der 1964 in Schleswig-Holstein geborene Matthiessen war nach seinem Jurastudium in Münster und Tübingen zunächst als Rechtsanwalt tätig, bevor er 1994 in den richterlichen Dienst des Landes Brandenburg wechselte. Seine Laufbahn führte ihn unter anderem über das Justizministerium sowie die Landgerichte Frankfurt (Oder) und Berlin bis an die Spitze des Landgerichts Potsdam.

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