Fahrlehrer kracht in eigenen Schüler: 16-Jähriger schwer verletzt
Oberkrämer (Oberhavel) - Bei der Fahrstunde: In Brandenburg ist am Dienstagabend ein Fahrschüler bei einem Unfall mit seinem eigenen Ausbilder schwer verletzt worden.
Der 16-Jährige wurde per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Berlin geflogen, wie Polizeisprecher Matthias Peter vor Ort mitteilte. Lebensgefahr soll demnach aber nicht bestanden haben.
Feuerwehr und Rettungsdienst wurden gegen 19.40 Uhr zu einem Kreisverkehr auf der Ortsverbindung zwischen Marwitz, Hennigsdorf und Velten in Oberkrämer, nordwestlich der Hauptstadt, gerufen.
Nach ersten Erkenntnissen fuhr der 66 Jahre alte Fahrlehrer offenbar nahezu ungebremst mit seinem VW auf seinen Schüler auf, der vor ihm auf einem Motorrad unterwegs war.
Durch die Kollision sind beide nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und in Fahrtrichtung Velten im Straßengraben gelandet.
Laternenmast verhindert, dass Fahrschüler unter Auto eingeklemmt wird
Dabei hatte der Teenager noch Glück im Unglück, denn der VW krachte gegen einen Laternenmast, der verhinderte, dass er unter dem Wagen begraben wurde.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte lag der Fahrschüler nämlich noch unter dem Fahrzeug neben dem Bike. Die Feuerwehrleute sicherten das Auto und befreiten den Jugendlichen aus seiner misslichen Lage.
Zur Unfallursache lagen zunächst noch keine näheren Informationen vor, da nach Aussage des Polizeisprechers weder der Fahrschüler noch sein Lehrer befragt werden konnten. Der 66-Jährige wurde bei dem Zusammenstoß ebenfalls verletzt.
Der Kreisverkehr musste während der Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie zur Unfallaufnahme gesperrt werden. Die Polizei stellte den VW und das Leichtkraftrad sicher. Der Führerschein des Fahrlehrers wurde vorerst eingezogen.
Zudem sollte auch ein Verfahren gegen den Ausbilder eingeleitet werden, "zumindest wegen der fahrlässigen Körperverletzung an seinem Fahrschüler", wie Peter mitteilte. Die weiteten Ermittlungen dauern an.
Titelfoto: 7aktuell.de | P.Neumann
