Chemnitz – Bunte Haare, ausladende Kleider, auffällige Masken – am Wochenende gab es an der Chemnitzer Stadthalle viel zu staunen, denn es fand zum vierten Mal die "ShiroCo" statt. Für die Anime- und Manga-Messe investierten manche Besucher viel Zeit in das perfekte Kostüm.
Cellin (21) aus Glauchau hat für die Figur "Arrietty" aus dem gleichnamigen Ghibli-Animationsfilm eine übergroße Pusteblume gebastelt. "Dafür habe ich eine Weile gebraucht. Mindestens zehn Stunden", sagt sie.
Die flauschigen Schirmchen hat sie mit einer Lamettagirlande nachgebildet und jedes einzelne an Spieße geklebt. Etwas schneller ging es beim roten Kleid und den braunen Accessoires: Diese hat sie gebraucht im Internet gekauft. "Das sind alles Gegenstände, die würde ich auch im Alltag anziehen."
Auch José steckte viel Arbeit in seine Figur "Caine" aus "Der unglaubliche digitale Zirkus". Um den exzentrischen Ringmeister darzustellen, druckte er einen Helm in Gebissform und einen passenden Spazierstock mit einem 3-D-Drucker. "Danach habe ich die Teile zusammengesetzt und angemalt."
Dass Cosplay nicht immer aufwendig sein muss, zeigen die Freunde Pia (26), Jan (25), Kai (27) und Jaime (26). Sie haben sich als Charaktere aus der Trickserie "SpongeBob Schwammkopf" verkleidet. "Die Kostüme waren zu meinem 25. Geburtstag ein Gag. Da habe ich eine SpongeBob-Themenparty veranstaltet", sagt Pia.
Die Kostüme funktionieren, weil sie schlicht und doch erkennbar sind: Pia hat sich eine bemalte Pappe umgehängt. Ihre Freunde setzen auf Kleidung in Farben der Figuren und einfache Accessoires.