Chemnitz - Am Samstag verwandelte sich das Opernhaus Chemnitz zum 22. Mal in einen Ballsaal. Während Gäste wie Oberbürgermeister Sven Schulze (54, SPD) oder Landtagspräsident Alexander Dierks (38, CDU) zu den regelmäßigen Gästen der Veranstaltung gehören, war es für Generalmusikdirektor Benjamin Reiners (42) und Sopranistin Fernanda Allande (28) das erste Mal.
"Das war der stilvollste Opernball, den ich in meiner Laufbahn erlebt habe", sagt Reiners, seit August 2025 Chefdirigent der Robert-Schumann-Philharmonie.
Perfektes Timing, fantastische Essen, tolle Musik bleiben ihm im Gedächtnis.
Die Mischung überzeugte auch die aus Mexiko stammende Sängerin Allande: "Opernbälle wie hier sind in Mexiko nicht verbreitet - auch wenn wir aus jeder Party einen Ball machen", erzählt sie augenzwinkernd.
Natürlich geben die Theater in Mexiko auch Festveranstaltungen.
"Allerdings machen sie nicht aus der Bühne eine Tanzfläche. Die Partys finden außerhalb des Hauses statt."
Besonderer Bühnenmoment mit Eleazar Rodriguez
Allande stand während des Gala-Programms mit Bariton Thomas Essl und dem mexikanischen Tenor Eleazar Rodriguez auf der Bühne. Sie sangen unter anderem Partien aus Mozarts "Don Giovanni" und Puccinis "Tosca".
Ein großer Moment für Allande: "Ich bin großer Fan von Eleazar Rodriguez. Es war unbeschreiblich, ihn endlich kennenzulernen und mit ihm zu singen."
Nach dem Programm hatte die Sängerin Zeit, den Flair des Opernballs zu genießen. Dabei erkannten sie viele Zuschauer der Premiere von "Don Giovanni".
"Es war wundervoll, durchs Haus zu gehen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und ihre Einschätzung der Premierenvorstellung zu hören."