Erneut Kinder und Teenies in Chemnitz bedroht und beklaut
Chemnitz - In Chemnitz sind erneut mehrere Kinder und Jugendliche bedroht und beklaut worden. Die Vorfälle ereigneten sich im Zentrum und auf dem Sonnenberg.
Am Mittwochmittag stiegen drei 13-jährige Jungen in eine Straßenbahn am Hauptbahnhof in Richtung Theaterplatz.
"Ein Unbekannter fragte sie nach Kleingeld und bedrohte sie im weiteren Verlauf. Aus Angst übergab einer der Jungen dem Täter eine zweistellige Summe Bargeld. Anschließend verließen die Kinder die Bahn am Theaterplatz", teilte die Polizei am Donnerstag mit.
Der unbekannte Mann soll dunkle Haut- und Haarfarbe gehabt und mit Akzent gesprochen haben. Außerdem soll er schwarze Klamotten getragen haben.
Am Abend kurz nach 20 Uhr kam es in der Hainstraße in der Nähe der Fürstenstraße zu einem ähnlichen Vorfall.
Drei Jungen (13, 14, 14) sprachen einen jungen Mann an und fragten ihn nach der Adresse eines Ladengeschäftes.
Mann bedroht Kinder auf Sonnenberg
"Im folgenden Gespräch forderte der zunächst freundliche Unbekannte zunehmend aggressiv die Herausgabe von Bargeld. Dabei soll er auch ein Messer aus der Jacke herausgezogen haben. Einer der Jungen übergab daraufhin dem Mann eine zweistellige Summe Bargeld", so die Polizei weiter.
Danach liefen die Kinder, die unverletzt blieben, schnell auf die gegenüberliegende Straßenseite. Dort stand ein weißes Fahrschulauto, in dem ein Fahrlehrer und eine Fahrschülerin saßen.
Der Täter wurde auf etwa 20 Jahre geschätzt. Er soll einen Bart und lockige Haare gehabt haben. Außerdem trug er ein Basecap. Der Mann ging nach dem Vorfall noch in den Lidl-Markt.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft dabei auch Zusammenhänge zwischen den beiden Taten und auch anderen Straftaten aus den vergangenen Monaten. Sachdienliche Hinweise werden unter der Telefonnummer 0371 3873448 entgegengenommen.
Erst vergangene Woche waren zwei Jugendliche in Chemnitz Opfer einer räuberischen Erpressung geworden.
Titelfoto: Ralph Kunz

