Protest-Aktion in Chemnitz: Aktivisten provozieren Polizei

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Chemnitz - Seitdem der Stör-Bus des linken Künstlerkollektivs "Zentrum für Politische Schönheit" (ZPS) von der Chemnitzer Polizei beschlagnahmt und dann wieder herausgegeben wurde, haben die Polit-Aktivisten die Ordnungshüter auf dem Kieker. Am Donnerstag wurden vor dem Polizeipräsidium zwei Plakate entrollt - es geht um mutmaßlichen Geheimnisverrat.

Gegen das "Zentrum für Politische Schönheit" wird nun wegen übler Nachrede und Beleidigung ermittelt.
Gegen das "Zentrum für Politische Schönheit" wird nun wegen übler Nachrede und Beleidigung ermittelt.  © Harry Härtel/Haertelpress

Die Plakate waren nur kurz sehen, als sie von den Behörden wieder abgenommen wurden. Darauf zu sehen: AfD-Chef Tino Chrupalla (50), der zusammen mit einem Polizisten auf einem Motorrad sitzt.

Hintergrund: Laut ZPS-Sprecher Arne (42) wurde der interne Untersuchungsbericht des Busses an einen rechten YouTuber weitergeleitet - "fast eine Woche, bevor wir die Informationen erhalten haben", so Arne.

Deshalb wurde die Plakataktion gestartet, die andeutet, dass die Polizei mit Rechtsextremen unter einer Decke stecken würde. Das ZPS will gegen die Beschlagnahmung der Plakate vorgehen. Zudem werden die Anwälte des Künstlerkollektivs eingeschaltet wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses.

Diese Plakate wurden beschlagnahmt.
Diese Plakate wurden beschlagnahmt.  © Harry Härtel/Haertelpress
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Die Chemnitzer Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln ihrerseits gegen die Aktionskünstler: Es geht um üble Nachrede und Beleidigung.

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress

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