SEK-Einsatz! Brachte der Unternehmer seine Ehefrau (63) um?

Döbeln - Ein abendlicher SEK-Einsatz rüttelte am Montag die Bewohner des Döbelner Ortsteils Großsteinbach auf: Der schwer verletzte Andreas F. (63) und seine tote Ehefrau Heidrun (†63) wurden aus dem gepflegten Gebäude an der Hauptverkehrsstraße getragen. Dem 63-Jährigen wird vorgeworfen, seine Partnerin getötet zu haben.

Amtliches Siegel: Die Polizei Chemnitz ermittelt zu dem mutmaßlichen Tötungsdelikt.
Amtliches Siegel: Die Polizei Chemnitz ermittelt zu dem mutmaßlichen Tötungsdelikt.  © Maik Börner

Was sich genau hinter der Fassade des dreistöckigen Gebäudes mit großem Garten abgespielt hat, ist bislang ein Rätsel. Die Polizei Chemnitz will sich nicht zu dem Grund des SEK-Einsatzes äußern. Aus "ermittlungstaktischen Gründen", so Sprecherin Jana Ulbricht (44). Ob und wie Andreas F. seine Heidrun getötet hat, werde erst nach der Obduktion der Toten mitgeteilt.

Auch die Nachbarn wissen es nicht, können die Situation noch gar nicht so richtig realisieren. Der Postbotin, die am Haus vorbeikommt, stehen die Tränen in den Augen:

"Ich komme ja auch von hier!" Eine Nachbarin ein paar Häuser weiter sagt: "Die F.s waren unauffällige, nette Leute." Heidrun habe man oft im heimischen Garten arbeiten sehen. Andreas war durch seine Firma meist in der näheren Umgebung unterwegs.

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Der 63-Jährige wurde nach der mutmaßlichen Bluttat ins Krankenhaus gebracht, teilten die Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung mit. Zudem sei er vorläufig festgenommen worden: "Derweil werden die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts fortgeführt."

SEK-Einsatz im beschaulichen Großsteinbach: Andreas F. (63) soll Ehefrau Heidrun F. (†63) im gemeinsamen Eigenheim getötet haben.
SEK-Einsatz im beschaulichen Großsteinbach: Andreas F. (63) soll Ehefrau Heidrun F. (†63) im gemeinsamen Eigenheim getötet haben.  © Dieter Thomas
Blaulichtgewitter im sonst so ruhigen Großsteinbach. Wer die Kräfte gerufen hat und weswegen, ist derzeit noch nicht bekannt.
Blaulichtgewitter im sonst so ruhigen Großsteinbach. Wer die Kräfte gerufen hat und weswegen, ist derzeit noch nicht bekannt.  © Dieter Thomas

Am Mittwoch wurde der tatverdächtige Ehemann auf Antrag der Staatsanwaltschaft Chemnitz einem Haftrichter vorgeführt wurde. Er erließ gegen den 63-Jährigen einen Haftbefehl und setzte ihn in Vollzug. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Aktualisiert: 23. Februar, 13.16 Uhr

Titelfoto: Dieter Thomas

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