Chemnitz - Respektloser geht es kaum! Drei Teenager (alle 17) rauchten und pullerten am späten Dienstagabend in eine City-Bahn. Gegenüber der Schaffnerin verhielten sie sich aggressiv - sie musste sich in der Fahrerkabine verschanzen. Die Bundespolizei knöpfte sich die Jugendlichen vor.
Der Irrsinn spielte sich gegen 23 Uhr in einer City-Bahn ab, die von Chemnitz nach Aue unterwegs war. Zwei Syrer (beide 17) und ein Russe (17) sorgten für Aufsehen.
Wie die Bundespolizei mitteilt, hatten die Jugendlichen im Zug "geraucht, uriniert und sich aggressiv gegenüber der Zugbegleiterin verhalten". Die Schaffnerin zog sich darauf in die Fahrerkabine zurück.
Die Bundespolizei knöpfte sich die drei Teenager am nächsten Haltepunkt vor. Alle drei wurden von der Weiterfahrt ausgeschlossen. Zudem wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, heißt es.
Wie City-Bahn-Sprecher Falk Ester auf TAG24-Anfrage mitteilt, ist die betroffene Bahn mittlerweile wieder im Einsatz.
"Die Verunreinigungen wurden Rahmen einer Fahrzeugreinigung beseitigt", so Ester. Die angefallenen Zusatzkosten werden aktuell noch erfasst.
Teenager sollen für Ekel-Aktion bezahlen, City-Bahn stellt Strafanzeige
Durch den Zwischenfall kam es zu einer Verspätung, heißt es weiter. Immerhin: Die Aggro-Teenager sollen für die Ekel-Aktion blechen. "Für zusätzlich angefallene Kosten sollen die Verursacher herangezogen werden", sagt City-Bahn Sprecher Ester.
Er sagt auch: "Solche Vorkommnisse sind sehr selten." Die City-Bahn sei aber personell auf derartige Aktionen eingestellt.
"Die Abläufe infolge des Auftretens des Trios haben reibungslos funktioniert, auch die Bundespolizei war zur Stelle. Da die Personalien der Verursacher bekannt sind, stellt die City-Bahn Strafanzeige gegen die Tatverdächtigen wegen Sachbeschädigung", erklärt Ester.
Erstmeldung: 22. April, 11.20 Uhr, zuletzt aktualisiert: 15.21 Uhr