Wieder ein Missbrauchs-Fall: "Auch Chemnitz ist gefühlt ein Stück unsicherer geworden."

Chemnitz - Unfassbar! Die Chemnitzer Polizei meldet jetzt schon das dritte Sex-Verbrechen in Folge. Dieses Mal traf es eine Frau in einer Tiefgarage in der Salzstraße. Nach Angaben der Polizei wurde sie vergewaltigt. Der Täter flüchtete. Nun sucht die Kripo Zeugen.

Die Einfahrt zur Tiefgarage "Karree 11": Hier soll die Vergewaltigung stattgefunden haben.
Die Einfahrt zur Tiefgarage "Karree 11": Hier soll die Vergewaltigung stattgefunden haben.  © Maik Börner

Nach Angaben von Polizeisprecher Andrzej Rydzik (37) sei ein Mann am 1. Dezember zwischen 15 und 16 Uhr in der Tiefgarage "Karree 11", Ebene -2, von hinten über eine Frau hergefallen, habe sie gewaltsam vergewaltigt. Anschließend rannte der Täter weg. Die Frau blieb verletzt zurück.

"Zum Täter, der wortlos blieb, ist lediglich bekannt, dass er womöglich dunkle Kleidung trug und einen Schal oder eine Kapuze auf dem Kopf hatte", sagt Polizeisprecher Rydzik.

Die Kripo wertet derzeit die Kamerabilder aus dem Parkhaus aus und sucht Zeugen, die am 1. Dezember zwischen 14.45 und 16.15 Uhr verdächtige Beobachtungen gemacht haben - vor allem an den Ein- und Ausgängen der Tiefgarage an Salz- und Leipziger Straße. Hinweise an die Polizei unter Tel. 0371/3873448.

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Die Chemnitzer Frauen sind schockiert. Am 25. November soll ein unbekannter Mann eine Frau (27) nach einem Club-Besuch am Südbahnhof sexuell genötigt und am 28. November soll ein Libyer (37) eine Bewohnerin (73) der Annenstraße in ihrer Wohnung vergewaltigt haben. Von einem Serientäter geht die Polizei derzeit nicht aus. Es seien "bislang keine Zusammenhänge zwischen beiden Sachverhalten erkennbar".

Tatort Schloßberg: Die Polizei sucht Augenzeugen, die den Vergewaltiger gesehen haben könnten.
Tatort Schloßberg: Die Polizei sucht Augenzeugen, die den Vergewaltiger gesehen haben könnten.  © Maik Börner
Polizeisprecher Andrzej Rydzik (37).
Polizeisprecher Andrzej Rydzik (37).  © Haertelpress

Der Chemnitzer Traumatherapeut Dietmar Kienast (67) versteht die Angst der Frauen angesichts bundesweit vieler Sexualdelikte. Er sagt: "Auch Chemnitz ist gefühlt ein Stück unsicherer geworden. Ich rate jeder Frau, sich zu schützen - durch Abwehrspray, grelle Lampen, sicheres Auftreten. Zudem ist es ratsam, unübersichtliche Umgebungen zu beobachten, um rechtzeitig flüchten zu können."

Titelfoto: Maik Börner

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