Erstaunliche Mietpreise! Das ist die günstigste Großstadt Deutschlands

Chemnitz - In keiner anderen deutschen Großstadt wohnt man so günstig wie in Chemnitz. Das bestätigt ein Vorjahresvergleich des Internet-Immobilienportals immowelt.de.

Gnadenlos günstig! In Chemnitz gibt es Altbauwohnungen für unter 150 Euro (Kaltmiete) im Monat.
Gnadenlos günstig! In Chemnitz gibt es Altbauwohnungen für unter 150 Euro (Kaltmiete) im Monat.  © Schreenshot/immowelt.de

"Immowelt" verglich im Jahr 2020 die durchschnittlichen Mieten für insgesamt 80 deutsche Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern.

Kaum überraschend: Fast überall sind die Mietkosten im Vergleich zum Vorjahr (2019) gestiegen. Konkret war das in 67 von 80 untersuchten Städten der Fall.

Weiterhin zeigte die Untersuchung, dass es sich in Ostdeutschland nach wie vor am günstigsten Leben lässt. Dabei sticht eine Stadt direkt ins Auge: Chemnitz!

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Chemnitz Lokal Schluss mit der Ekel-Ecke am Chemnitzer Hauptbahnhof!

Die drittgrößte sächsische Stadt ist mit einer Durchschnittsmiete von 5,20 Euro pro Quadratmeter die günstigste Großstadt Deutschlands. Auch stiegen hier die Mieten nur um 2 Prozent zum Vorjahr an - 2019 waren es 5,10 Euro pro Quadratmeter.

Weitere günstige Großstädte sind Bremerhaven (5,50 Euro/m²), Salzgitter (5,50 Euro/m²) und Hagen (5,60 Euro/m²).

Am mit Abstand teuersten wohnen die Münchner. Sie mussten im Jahr 2020 durchschnittlich satte 18,60 Euro pro Quadratmeter hinblättern. Dafür bekommt ein Chemnitzer Mieter bereits knappe vier Quadratmeter!

Auf dem Chemnitzer Kaßberg gibt es viele Altbauwohnungen mit prachtvollen Fassaden. Der Stadtteil zählt zu den größten Gründerzeit- und Jugendstilvierteln Deutschlands.
Auf dem Chemnitzer Kaßberg gibt es viele Altbauwohnungen mit prachtvollen Fassaden. Der Stadtteil zählt zu den größten Gründerzeit- und Jugendstilvierteln Deutschlands.  © Kristin Schmidt

Chemnitz: Günstige Mieten kommen vor allem Studenten zugute

Chemnitz aus der Vogelperspektive mit Blick auf die Kunstsammlungen (vorne), das Opernhaus und die Petrikirche. Im Hintergrund das Hauptgebäude der TU Chemnitz und der Hauptbahnhof.
Chemnitz aus der Vogelperspektive mit Blick auf die Kunstsammlungen (vorne), das Opernhaus und die Petrikirche. Im Hintergrund das Hauptgebäude der TU Chemnitz und der Hauptbahnhof.  © Kristin Schmidt

Vor allem Studenten profitieren von den überaus günstigen Mieten in Chemnitz.

Der Grund: Der BAFöG-Höchstsatz ist bundesweit einheitlich. So bleibt in günstigen Regionen wie Chemnitz am Ende des Monats deutlich mehr Geld in der Tasche als in anderen Großstädten.

Auch die TU Chemnitz profitiert von dieser Tatsache, wirbt mit dem günstigen Mietspiegel gezielt Studierende an.

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"Allein die Wahl der Hochschule kann die gesamten Studienkosten deutlich beeinflussen", so ein Sprecher der Uni. Daher würde sich ein Vergleich der Standorte immer lohnen. Allgemein sei ein Studium in einer ostdeutschen Stadt kostengünstiger.

Wer künftig in der günstigsten Großstadt Deutschlands Studieren möchte, hat in dieser Woche die Möglichkeit, sich unter www.studium-in-chemnitz.de über die verschiedenen Studiengänge und den Standort zu informieren.

Titelfoto: Kristin Schmidt, Schreenshot/immowelt.de

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