Dieser Künstler macht "Die Fabrik" in Chemnitz zum öffentlichen Atelier
Chemnitz - Fabelhafte Kunst für ein fabelhaftes Haus! In einem historischen Industriegebäude eröffnete in der Zwickauer Straße in Chemnitz vor zwei Monaten eine mit Sport, Gastro und Minihotel kombinierte Arbeitswelt, wie sie auch in Weltmetropolen zu finden ist. Jetzt setzt Künstler-Urgestein Gregor-Torsten Kozik (76) für "Die Fabrik" gestalterische i-Punkte.

Er stattet den wiederbelebten Bau mit mehr als 30 Gemälden, Lichtobjekten und Skulpturen aus. "Das Haus wird sozusagen ein öffentliches Atelier, in dem ich meine Werke präsentieren kann", sagt der Chemnitzer.
"Da in der Kulturhauptstadt eher internationale Arbeiten im Focus stehen, ist das mein Beitrag zur Sichtbarkeit regionaler Künstler." Die Präsentation ist auf Wandel ausgelegt: "Alle Arbeiten können auch gekauft werden."
Die meist farbintensiven, teils beleuchteten Werke sind im gesamten Haus verteilt, von der öffentlich zugänglichen "Nomad bakery" im Erdgeschoss bis zur Rooftop-Bar auf dem Dach.
"Nächstes Jahr kommt noch eine Skulptur für den Außenbereich auf der Dachterrasse dazu", kündigt Kozik an. Einem breiten Publikum bekannt wurden seine Lichtobjekte mit den vier bemalten Riesenkugeln, die Anfang der 2000er-Jahre am Karl-Marx-Monument aufgestellt waren. Mittlerweile befinden sie sich in Privatbesitz.

Nach dem Kunst-Coup in der "Fabrik" kehrt Gregor-Torsten Kozik Chemnitz den Rücken - zumindest vorübergehend: "Im November geht es nach Dubai, danach nach Bali und Singapur. In diesen Ländern erhoffe ich mir vielversprechende neue Kontakte in die Kunstszene."
Titelfoto: Bildmontage: Haertelpress (2)