Minusgrade in Chemnitz: Schock-Frost-Besuch im kältesten Ort der Stadt

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Chemnitz - Seit fünf Jahren gibt es eine Kältekammer in Chemnitz. Diese wird jedoch weniger zur Erfrischung oder als Flucht vor der Hitze genutzt, sondern vor allem aus gesundheitlichen Gründen. Redakteur Sebastian Gogol (39) testete den kältesten Ort in Chemnitz.

Anja Rücker (51) von LongfLifeFit und Redakteur Sebastian Gogol (39) vor der Kältekammer.
Anja Rücker (51) von LongfLifeFit und Redakteur Sebastian Gogol (39) vor der Kältekammer.  © Kristin Schmidt

Minus 85 Grad Celsius! Eigentlich fröstelt es mich schon, wenn ich an vier Grad über null denke. Diese Temperatur herrscht in der Kältekammer von Anja Rücker (51). Die ehemalige Leichtathletin gründete das Studio 2019 in der Clausstraße und bietet dort neben Trainingsangeboten die Kältetherapie an.

Doch bevor ich in die "Kühltruhe" gehen kann, muss ich einige Dinge beachten: Damit ich nicht komplett auskühle, trage ich Mütze, Mundschutz, Handschuhe und Socken. Außerdem findet vorher ein Beratungsgespräch statt.

Eine Behandlung in der Kältekammer dauert drei Minuten. "Ziel der Kältetherapie ist es, die Selbstheilungskräfte des Körpers wieder zu aktivieren", erklärt Rücker.

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Vor dem Kälteeintritt wird noch die Körpertemperatur gemessen. Alles im grünen Bereich. Ich gehe hinein. Daumen hoch! Es kann losgehen.

Anja Rücker (51) beim Einstellen der Temperatur für die Behandlung.
Anja Rücker (51) beim Einstellen der Temperatur für die Behandlung.  © Kristin Schmidt
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Kältetherapie wird teilweise von Krankenkassen übernommen

Daumen hoch bei minus 85 Grad Celsius. Redakteur Sebastian Gogol während der Kältetherapie.
Daumen hoch bei minus 85 Grad Celsius. Redakteur Sebastian Gogol während der Kältetherapie.  © Kristin Schmidt

Ich spüre, wie sich die trockene Kälte auf meine Haut legt, ohne unangenehm zu werden. Ich bewege mich ein wenig. Aus den Boxen in der Kammer ertönt Musik. Nach einem Song ist auch alles schon vorbei.

Die Temperaturmessung ergibt, dass sich meine Körperhülle um etwa 10 Grad abgekühlt hat. Ich merke, wie es in meinen Beinen kribbelt. Die Durchblutung kommt wieder in Gang.

"Rund drei bis vier Stunden benötigt der Körper, um die Temperatur zu normalisieren", sagt Rücker.

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Die Kältetherapie kann bei verschiedenen Krankheitsbildern unterstützend angewendet werden. Laut dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen wird die Kältetherapie auch von einzelnen Krankenkassen als Satzungsleistung übernommen.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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