Sportmode-Label gegründet, Lieferung stockt: Irankrieg bremst neuen Laden in Chemnitz aus

Chemnitz - Die Eröffnung des neuen Sportmode-Geschäfts "Pretty Girls Lifting Club" am Brühl 46 in Chemnitz verzögert sich. Inhaberin Antonia Brandt (26) hatte ursprünglich geplant, ihr Geschäft im April zu öffnen, doch der Irankrieg hält sie derzeit davon ab.

Inhaberin Antonia Brand gibt Einblick in den aktuellen Renovierungsfortschritt.  © Uwe Meinhold

Seit über zwei Jahren arbeitet die Fitnesstrainerin und leidenschaftliche Kraftsportlerin aus Hainichen an ihrer eigenen Marke. Ihre Kleidung richtet sich an Frauen aller Altersgruppen, die Wert auf bequeme und strapazierfähige Sportkleidung legen.

"Gerade die Gymwear, die auf dem Markt ist, war mir nie funktional genug. Ich selbst habe erlebt, wie schnell eine Leggings reißen kann", erklärt Brandt.

Für ihre eigene Marke habe sie gemeinsam mit der Fitness-Community die Produkte entwickelt, zahlreiche Personen aus dem Fitnessstudio ausgemessen sowie immer wieder Stoffe und Schnitte angepasst, bis sie den spezifischen Anforderungen gerecht wurden.

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Produziert wird die Ware in Pakistan. Ausschlaggebend seien die hohe Qualität und die vergleichsweisen geringen Herstellungskosten, so Brandt.

Außerdem könne nur dort die konkrete Materialzusammensetzung ihrer Produkte gewährleistet sowie flexibel angepasst werden.

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Im Juni soll das Sportgeschäft auf dem Brühl öffnen.  © Uwe Meinhold

Im Laden auch Workshops und Vorträge geplant

Fliesen an den Wänden erinnern noch an die alte Fleischerei. Der Umbau soll im Mai abgeschlossen sein.  © Uwe Meinhold

Die derzeitige politische Lage erschwert jedoch die Lieferung der Ware erheblich. Durch die hohen Zölle infolge des Irankrieges wäre ein Import wirtschaftlich nicht sinnvoll. Aktuell müssen noch einige Details geklärt werden.

"Ich selbst fliege demnächst nach Pakistan. Bestenfalls wird dann die Großproduktion ausgelöst", kündigt Brandt an. Parallel dazu laufen noch Renovierungsarbeiten im Geschäft, die im Mai abgeschlossen sein sollen.

Neben Sportmode will sie auch Socken und Unterwäsche anbieten.

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Geplant ist auch eine Erweiterung des Sortiments um Accessoires. Darüber hinaus soll der Laden nicht nur ein Verkaufsort sein, sondern auch Workshops und Vorträge rund um Training und Ernährung anbieten.

"Ich möchte Wissenschaft und eigenen Erfahrungswert zusammenbringen", sagt sie. Im Juni soll das Geschäft öffnen.

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