Chemnitz - Der Druck auf Stadtrat und Rathaus wächst weiter: Nach der Petition von Viadukt e. V. und Stadtforum Chemnitz läuft seit dem 6. Mai noch eine zweite Online-Petition rund ums Schauspielhaus. Sie stammt vom Chemnitzer Volksbühne e. V., trägt den Titel "Rettet unser Schauspiel- und Figurentheater".
Der Ton ist scharf. Die Initiatoren warnen vor einem kulturpolitischen Kahlschlag und machen klar, worum es ihnen geht: um den "Erhalt eines eigenständigen Schauspielhauses und Figurentheaters".
In der Begründung heißt es: "Das Opernhaus ist baulich keine Schauspielbühne und kann auch zukünftig keine sein." Der Appell vor allem in Richtung Stadtrat: "Die Idee, das Chemnitzer Theater in das Opernhaus zu integrieren, ist keine zukünftige Lösung."
Die Petition zieht dabei alle Register. Sie warnt vor einer Halbierung des Spielbetriebs, vor Mehrkosten bei Transport, Proben und Arbeitsortwechseln, vor höherer Belastung für Mitarbeiter und vor einem kulturellen Rückschlag direkt nach dem Kulturhauptstadt-Jahr 2025. "200 Jahre Theatertradition" würden so beendet.