Vor den Interkulturellen Wochen: Mehr Sorge ums Wetter als um die Sicherheit in Chemnitz

Chemnitz - Ohne zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen starten am Wochenende auf dem Chemnitzer Markt die Interkulturellen Wochen.

Chemnitz richtet seit 1991 die Interkulturellen Wochen aus, 2020 startete die Eventreihe mit "Bildern der Stille".
Chemnitz richtet seit 1991 die Interkulturellen Wochen aus, 2020 startete die Eventreihe mit "Bildern der Stille".  © Maik Börner

Die Stadt als Veranstalter hat Konzept und Programm der Veranstaltungsreihe vorgestellt. Traditionell geht's mit dem Fest der Kulturen los.

"Ich mache mir keine Sorgen um die Menschen, die in die Stadt kommen", sagt die Chemnitzer Migrationsbeauftragte Etelka Kobuß (55), die selbst aus Ungarn stammt.

"Ich mache mir eher Sorgen ums Wetter. Natürlich haben wir ein mit Ordnungsamt und Polizei abgestimmtes Sicherheitskonzept, schließlich ist es eine große Veranstaltung."

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Man habe auch über den Rechtsruck bei der Wahl gesprochen. Doch sie hoffe, dass die Leute zwischen integrationswilligen, nicht kriminellen Menschen und anderen unterscheiden können.

Eines der großen Projekte ist "Bunte Stühle für Vielfalt": Susanne Heimann (45) und Christine Bauer (28) vom Verein "Stadtteilpiloten" suchen über Instagram Fotos von Statements mit gestalteten Stühlen.
Eines der großen Projekte ist "Bunte Stühle für Vielfalt": Susanne Heimann (45) und Christine Bauer (28) vom Verein "Stadtteilpiloten" suchen über Instagram Fotos von Statements mit gestalteten Stühlen.  © Ralph Kunz
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Die Migrationsbeauftragte in Chemnitz Etelka Kobuß (55) organisiert die Interkulturellen Wochen.
Die Migrationsbeauftragte in Chemnitz Etelka Kobuß (55) organisiert die Interkulturellen Wochen.  © Ralph Kunz

"ALLE für Chemnitz - Chemnitz für ALLE"

Kulturbürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky (65, parteilos) freut sich vor allem über das ehrenamtliche Engagement von Vereinen und Organisationen.
Kulturbürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky (65, parteilos) freut sich vor allem über das ehrenamtliche Engagement von Vereinen und Organisationen.  © Ralph Kunz

Kulturbürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky (65, parteilos) geht noch einen Schritt weiter: "Das Wahlergebnis korrespondiert nicht mit der Situation in der Öffentlichkeit. Die meisten Chemnitzer erkennen die Vorteile des Miteinanders der Kulturen."

"ALLE für Chemnitz - Chemnitz für ALLE" ist das Motto zwischen 14. und 29. September in der Stadt. 89 Organisationen beteiligen sich mit Events und Aktionen an der bundesweiten Initiative für Vielfalt und Demokratie.

"Wir sind kein Stadtfest für Migranten", so Etelka Kobuß. "Wir sind für alle da." 15 000 Euro kosten die Interkulturellen Wochen in Chemnitz, die vor allem durch Fördergelder und Sponsoren finanziert werden.

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Das Programm findet Ihr unter: www.chemnitz.de/ikw.

Titelfoto: Maik Börner

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