Tipps von Chemnitzer Insta-Anwältin gibt's bald auch als Buch
Chemnitz - Ehemalige Richterin, jetzige Anwältin, Social-Media-Persönlichkeit: Martina Flade (34) übt auf mehreren Gebieten vielseitige Tätigkeiten aus. Jetzt gehört die Chemnitzer Juristin auch zur schreibenden Zunft. In ihrem ersten Buch klärt sie über bekannte Rechtsirrtümer auf.
Bei diesem Buch ist der Titel Programm: In "Warum Unwissenheit vor Strafe schützt und Eltern nicht für ihre Kinder haften" (riva Verlag, 16 Euro) wirft Martina Flade juristische Fragen auf, die uns allen im Alltag begegnen können.
In Kapiteln wie "Alltag", "Arbeitsrecht", "Mietrecht" oder "Ehe" wird der Leser mit gängigen Problemen konfrontiert.
Wenn man vom Garderoben-Haken zum Beispiel einen Mantel mitnimmt, der aussieht wie der eigene, aber nicht einem selbst gehört - dann schützt Unwissenheit tatsächlich vor Strafe. Begründung: "Für die meisten Straftaten muss man vorsätzlich oder fahrlässig handeln. Aber wenn ich etwas nicht weiß, was zu einem Straftatbestand gehört, dann handele ich nicht vorsätzlich", erzählt Martina Flade.
In diesem Fall wäre Diebstahl also ausgeschlossen.
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Das Buch erscheint am 22. September
Im Verlauf ihrer Tätigkeit auf Instagram (aktuelle Followerzahl: 146.000) wurde der riva Verlag hellhörig und kam auf die Juristin zu.
Für das 192 Seiten starke Buch benötigte Flade ein halbes Jahr, um es niederzuschreiben. Erscheinungstermin ist der 22. September.
Aber warum sollte man im Zeitalter von Social Media und Künstlicher Intelligenz noch zu einem Buch greifen?
"So ein Buch ist eine schöne Vervollständigung und hat eine andere Tiefe", zieht Flade einen Vergleich zu ihren vergleichsweise kurzen Videos auf Social-Media-Kanälen.
Titelfoto: Ralph Kunz

