Warum steht ein Trabi im Chemnitzer Rathaus?

Chemnitz - Plötzlich steht ein Trabi im Flur! Zum 100. Geburtstag des Chemnitzer Ehrenbürgers Carl Horst Hahn (1926–2023) eröffnet am Freitag im Rathaus die Ausstellung "Carl H. Hahn - Wie er Chemnitz und Sachsen geprägt hat". Sie beleuchtet das Leben des langjährigen VW-Chefs.

Am Dienstag zog der Trabi ins Chemnitzer Rathaus ein.  © Kristin Schmidt

Vier Männer beförderten den Trabant 1.1 durch die Eingangstür. "In den 36 Jahren, seit ich hier arbeite, stand hier noch kein Auto", sagte Chefhausmeister Uwe Wunderlich schmunzelnd.

Den ockerfarbenen Trabi mit Viertaktmotor, eines der letzten in Zwickau gebauten Modelle, stellt Edgar Hüttinger (56) von der Zeitreise GmbH zur Verfügung. "Kaum jemand wollte damals noch einen Trabi haben - rund 10.000 sind bestimmt gebaut worden", erzählte Ludwig Karsch (52) vom Fahrzeugmuseum.

"Carl Hahn hat diese Motorenfertigung in Sachsen als Kooperation mit dem Volkswagen-Konzern schon in den 1980er-Jahren eingeleitet. Deswegen hatte die DDR diese Viertaktmotoren und hat sie in das Auto eingebaut."

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Der 38-PS-Trabant ist bis heute fahrbereit und im Originalzustand.

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Bei dem ockerfarbenen Fahrzeug handelt es sich um einen der letzten gebauten Trabant 1.1 mit Viertaktmotor.  © Kristin Schmidt

"Er wurde von 1988 bis 1991/92 benutzt. Der junge Mann wollte nicht mehr damit fahren und hat ihn in der Garage abgestellt. 2005/2006 kam es dann zum Kauf", erinnerte sich Hüttinger. Bis zum Ende der Ausstellung am 16. August bleibt der Trabant im Rathaus.

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