Was wurde aus diesem ehemaligen Parkhaus in Chemnitz?

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Chemnitz - Ab 1928 fuhren in den "Stern-Garagen" in Chemnitz tagtäglich Autos ein und aus. Fast 100 Jahre später ist die Hochgarage dauerhafter Stellplatz für die historischen Autos und Motorräder des Museums für sächsische Fahrzeuge.

Historisches Foto des ehemaligen Garagenhofes.
Historisches Foto des ehemaligen Garagenhofes.  © Repro: Uwe Meinhold

"Was wir heute sehen und als Eingang kennen, ist der Hof", erklärt Ludwig Karsch (52), Vorsitzender des Museumsvereins. "Die Hauptverkehrsader verlief früher hinten, dort, wo heute die Bahn fährt."

Die eigentliche Front war aufwendig gestaltet. Mittlerweile ist der markante Turm das Erkennungsmerkmal des denkmalgeschützten Gebäudes.

Ganz wie in den Zwanzigern sieht es nicht mehr aus, der Hof war früher geschlossen, auf dem Gelände stand sogar eine Tankstelle, so Karsch.

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Außerdem gehörten auch eine Reparaturwerkstatt und ein Reifendienst dazu. Reisende konnten in dem noch existierenden Anbau speisen und übernachten.

Ehemalige Stern-Garagen werden zu Museums-Stellplatz und Möbelhaus

Im Möbelladen sind noch Boxen mit Rolltoren in der ehemaligen Garage erkennbar.
Im Möbelladen sind noch Boxen mit Rolltoren in der ehemaligen Garage erkennbar.  © Uwe Meinhold

Das heutige Museumsgeschoss war damals für Tagesgäste gedacht, die ihr Auto nur kurz abstellten. Die Stellplätze im Turm waren dagegen an Dauermieter vergeben.

Insgesamt fanden auf sechs Etagen rund 300 Autos und Motorräder Platz. Per Fahrstuhl wurden die Fahrzeuge in die jeweiligen Stockwerke befördert.

Um 1940/41 wurde aus der Garage ein Lager. Zu DDR-Zeiten parkten auf einer Etage die Fahrzeuge der Fahrbereitschaft des Rates des Bezirks Karl-Marx-Stadt. Der Rest des Gebäudes diente damals wie heute weiter als Depot.

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Heutzutage prangt der Schriftzug "Möbelladen" an der Fassade. Denn neben dem Fahrzeugmuseum hat das Möbelhaus Stöckert im Turm seinen Sitz.

Wer dort hineingeht, entdeckt trotzdem noch Spuren der Vergangenheit: Die ehemaligen Garagenboxen sind in den Verkaufsraum integriert, ebenso die mechanischen Rolltore, mit denen einst die Stellplätze verschlossen wurden.

Titelfoto: Repro: Uwe Meinhold

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