Chemnitz - Er ist das ewige Sorgenkind mitten in der Chemnitzer Innenstadt: Der Ratskeller steht seit Jahren leer. 2019 wurde die Traditionsgaststätte wegen Umbauarbeiten geschlossen - und seitdem nicht mehr geöffnet.
Im vergangenen Jahr startete die Stadt einen neuen Anlauf, um endlich wieder Leben in die ehrwürdigen Räume zu bringen. Doch der zieht sich inzwischen deutlich länger als geplant.
Am 1. August fiel der Startschuss für das sogenannte Interessenbekundungsverfahren. Gastronomen konnten ihre Konzepte mit frischen Ideen für das altehrwürdige Lokal einreichen. Ursprünglich sollte das Bewerbungsfenster nur bis Ende August offen bleiben. Im städtischen Beteiligungsportal war zuletzt der 31. Oktober als Frist-Ende vermerkt.
Doch das Verfahren läuft immer noch: "Die Bewerbungsfrist wurde aufgrund von Rückmeldungen, dass der Zeitraum zu knapp war, bis zum 28. Februar 2026 verlängert", teilt die Stadt auf TAG24-Nachfrage mit.
Erst danach werden die Konzepte gesichtet, geprüft und bewertet. Die Anforderungen der Stadt sind klar definiert: Gastronomie mit Außenfläche, täglicher Betrieb ab Mittag ohne Ruhetag und Veranstaltungsmöglichkeiten. Drinnen sollen 350 bis 400 Gäste Platz finden, draußen mindestens 100.
Eigentlich war die Neuvermietung noch für dieses Jahr angepeilt. Ob daraus wirklich etwas wird, bleibt vorerst offen.