Neue Hoffnung für alte "Auto Union"-Zentrale: Chemnitzer Investor will historischen Bau sanieren

Chemnitz - Die Nachnutzung des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der "Auto Union" war lange eine Hängepartie. Jetzt kommt neuer Schwung in die Immobilie. Ein Chemnitzer Immobilienunternehmen hat einen Teil des Gebäudekomplexes gekauft und will es in den kommenden Jahren gewerbetauglich sanieren.

1897 von den "Presto"-Werken erbaut, ab 1936 Sitz der Auto Union, nach dem Krieg Klinik: Das Gebäude an der Scheffelstraße hat einen neuen Besitzer.
1897 von den "Presto"-Werken erbaut, ab 1936 Sitz der Auto Union, nach dem Krieg Klinik: Das Gebäude an der Scheffelstraße hat einen neuen Besitzer.  © Uwe Meinhold

Ursprünglich war Unternehmer Lars Fassmann (45) Besitzer des Gebäudes in der Scheffelstraße. 2016 hatte er es an die Lebenshilfe verkauft. Aus dem Plan, eine Werkstatt einzurichten, wurde jedoch nichts. Das Industriedenkmal erwies sich am Ende doch als ungeeignet.

Nun will eine Immobiliengesellschaft aus Chemnitz das historische Gebäude vor dem Verfall retten. "Nach Gesprächen mit der Denkmalschutzbehörde wird der neue Eigentümer die Sicherungsmaßnamen durchführen", bestätigte eine Stadtsprecherin.

Der neue Eigentümer will zunächst anonym bleiben, weil noch Verhandlungen ausstehen.

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Gegenüber TAG24 erzählte er jedoch, dass die Sicherung von Fenstern, Dächern auf 12.000 Quadratmetern sowie dem umliegenden Grundstück auf Hochtouren läuft. Noch im Sommer sollen die Maßnahmen beendet sein.

"Bis Ende des Jahres prüfen wir, welche unserer drei bis vier Ideen wir umsetzen. Wir haben keinesfalls spekulativ gekauft", so der neue Eigentümer.

Die Auto Union dominierte den deutschen Fahrzeugmarkt von Chemnitz aus.
Die Auto Union dominierte den deutschen Fahrzeugmarkt von Chemnitz aus.  © Kristin Schmidt
Lars Fassmann (45) war zwischenzeitlich Besitzer des historischen Gebäudes.
Lars Fassmann (45) war zwischenzeitlich Besitzer des historischen Gebäudes.  © PR
Im Krieg mussten die Arbeiter der Auto Union Panzermotoren bauen.
Im Krieg mussten die Arbeiter der Auto Union Panzermotoren bauen.  © Archiv Audi AG

In einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren soll der Plan umgesetzt werden. Fakt ist: Wohnungen sind ausgeschlossen, da nur gewerbliche Bebauung zugelassen ist.

Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt, Uwe Meinhold

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