52 Meerschweinchen auf einen Streich: Tierheim braucht jetzt selbst Hilfe

Chemnitz - Wer das Tierheim Röhrsdorf betritt, hört schon das Fiepen aus allen Ecken.

Leiterin Adina Barthel (45) füttert reichlich frisches Gemüse.
Leiterin Adina Barthel (45) füttert reichlich frisches Gemüse.  © Maik Börner

Einen ganzen Raum voller Käfige beanspruchen die 52 neu angekommenen Meerschweinchen. Ihre vorherige Besitzerin hatte völlig die Übersicht verloren: Die Nager vermehrten sich rasend, bis sie kaum noch Platz hatten. 

Das Veterinäramt Mittelsachsen holte die Tiere aus der Wohnung und bat beim Tierheim Röhrsdorf um Hilfe. Jetzt brauchen die Tierfreunde selbst Hilfe.

Die zwölf Mitarbeiter sind es gewohnt, Tieren in Not zu helfen. Doch 52 Meerschweinchen auf einen Streich sind auch für die Profis keine leichte Aufgabe. 

"Pro Schicht brauchen sie acht Kilo Frischfutter", sagt Leiterin Adina Barthel (45). "Außerdem müssen die Männchen kastriert werden." Das ist nicht nur eine zeitliche, sondern vor allem eine finanzielle Belastung.

Bei Interesse einfach vorbeikommen

Endlich wieder frei bewegen: Das Tierheim hat die Nager aus ihren viel zu engen Käfigen geholt.
Endlich wieder frei bewegen: Das Tierheim hat die Nager aus ihren viel zu engen Käfigen geholt.  © Maik Börner

Das Tierheim bittet daher um Hilfe - sei es in Form von frischem Gemüse und Heu oder auch Geldspenden. 

Noch mehr würde sich Barthel freuen, wenn die Tierchen neue liebevolle Besitzer finden würden. Sie können sofort adoptiert werden, denn trotz des Chaos sind sie alle gesund und wohlgenährt. 

Bei Interesse kann man einfach vorbeikommen und sich das künftige Haustier aussuchen.

Da Meerschweinchen von Natur aus gesellig sind, müssen sie mindestens zu zweit leben. Davon abgesehen sind sie genügsam. 

"Die Anschaffung eines Tiers muss gut überlegt sein", sagt Barthel. "Aber Meerschweinchen sind pflegeleicht."


Titelfoto: Maik Börner

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