AfD und BSW schimpfen: Kritik an Hartmannfabrik in Chemnitz reißt nicht ab
Chemnitz - Die Diskussion um die Wirtschaftlichkeit der Hartmannfabrik in Chemnitz reißt nicht ab - und sie wird schärfer, je mehr Fragen offenbleiben. Die aufwendig sanierte Industriehalle war im KuHa-Jahr Empfangszentrum und ist noch bis Ende 2029 von der Stadt gemietet. Die offiziellen Miet- und Betriebskosten werden nicht veröffentlicht, liegen nach TAG24-Informationen aber im mittleren sechsstelligen Bereich jährlich, während das Gebäude nur unregelmäßig geöffnet ist.
"Wenn hier eine Förderung vonseiten der Stadt gewünscht wird, sollen dafür die Legacy-Mittel eingesetzt werden, aber nicht die schon knappen Mittel für die freie Kulturszene", ärgert sich Dietmar Holz (66, BSW).
Der Legacy-Prozess ist die Weiterentwicklung und Sicherung der KuHa-Programme und -Orte auch dem Festjahr 2025.
Ebenso aus der AfD-Stadtratsfraktion kommt scharfe Kritik. Nico Köhler (49) poltert: "Im Hype um die KuHa wurden erhebliche finanzielle Mittel ohne erkennbares Maß und ohne nachhaltigen Nutzen ausgegeben."
Köhler wirft dem Rathaus vor, langfristige Verpflichtungen eingegangen zu sein, "ohne deren tatsächliche Notwendigkeit ausreichend zu prüfen".
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Für 2026 findet er deutliche Worte: "Umso unverständlicher ist es, dass bislang keine nennenswerten Veranstaltungen in der Hartmannfabrik vorgesehen sind."
Titelfoto: Uwe Meinhold
