Alter Betreiber hat neue Pläne: Ehemaliges Flüchtlingsheim wird wieder zur Privatschule

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Chemnitz - Die Pforten sind dicht, das umstrittene Flüchtlingsheim im alten Pionierlager Einsiedel ist Geschichte. Die Landesdirektion Sachsen (LDS) bestätigte jetzt: "Der Mietvertrag wurde am 31. August 2025 beendet."

Die F+U Privatschule aus Heidelberg will ihr Gelände wieder selbst nutzen.
Die F+U Privatschule aus Heidelberg will ihr Gelände wieder selbst nutzen.  © Kristin Schmidt

Zuletzt waren dort im Schnitt 130 bis 160 Kriegsvertriebene untergebracht, vor allem afghanische Ortskräfte mit ihren Familien sowie ukrainische Flüchtlinge.

Die F+U Privatschule aus Heidelberg, Eigentümerin des Areals am Dittersdorfer Weg, plant eine neue Zukunft, wieder als Bildungsstätte.

"Derzeit prüfen wir unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten für die Immobilie", heißt es offiziell. "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir jedoch noch keine abschließende Aussage treffen".

Chemnitz: Doppeltes Jubiläum: 500. Geburt des Jahres im Krankenhaus Rabenstein, 10. Kind der Familie
Chemnitz Lokal Doppeltes Jubiläum: 500. Geburt des Jahres im Krankenhaus Rabenstein, 10. Kind der Familie

Doch Gerüchte kursieren: Künftig werden hier Ausländer Deutsch lernen und bis zur Fachschulreife begleitet werden.

Einsiedels Ortsvorsteher Falk Ulbrich (58, CD) rechnet mit einer kurzfristigen Wiedereröffnung der Privatschule im alten Pionierlager.
Einsiedels Ortsvorsteher Falk Ulbrich (58, CD) rechnet mit einer kurzfristigen Wiedereröffnung der Privatschule im alten Pionierlager.  © Ralph Kunz
Deine täglichen News aus Chemnitz

Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.

  • Lokale Nachrichten aus Chemnitz & Umgebung
  • Exklusive Hintergrundberichte
  • Jederzeit abbestellbar
Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich. Bitte bestätige die E-Mail, die wir dir gesendet haben.
Mit deiner Anmeldung stimmst du unseren Datenschutzbestimmungen zu.

Bereits viele Jahre eine Bildungsstätte

Im Januar 2016 protestierten viele Anwohner gegen den Einzug der ersten 40 Flüchtlinge in die Erstunterkunft in Einsiedel.
Im Januar 2016 protestierten viele Anwohner gegen den Einzug der ersten 40 Flüchtlinge in die Erstunterkunft in Einsiedel.  © Sven Gleisberg

Ortsvorsteher Falk Ulbrich (58, CDU) sieht die Entwicklung gelassen: "Es geht nach zehn Jahren zurück zu den Anfängen. Wenn das funktioniert, ist es in Ordnung."

Denn tatsächlich war das Areal nach der Wende viele Jahre als Bildungsstätte genutzt worden, bevor es zur Erstaufnahmeeinrichtung wurde.

Ein Kapitel mit viel Konfliktpotenzial geht damit zu Ende. 2015 hatte die Landesdirektion erstmals die Umnutzung verkündet, 2016 zog die erste Welle Geflüchteter ein.

Chemnitz: Schulschließungen in Chemnitz befürchtet: Bildungsamt unter Beschuss
Chemnitz Lokal Schulschließungen in Chemnitz befürchtet: Bildungsamt unter Beschuss

Heftige Proteste waren die Folge: Tausende gingen damals auf die Straße, sogar Brandsätze flogen auf das Gelände - sie erloschen glücklicherweise von selbst. Bereits im Oktober desselben Jahres schloss die Einrichtung wieder. 2023 wurde die Einrichtung dann erneut als Asylheim reaktiviert.

Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt, Ralph Kunz

Mehr zum Thema Chemnitz Lokal: