Chemnitz - Die Fußball-WM rückt näher - und in Chemnitz bereiten sich erste Locations auf gemeinsame Fußballabende vor. Während auf dem Schloßberg in diesem Jahr das größte Public Viewing der Stadt entsteht, verzichten viele andere Veranstalter wegen der späten Anstoßzeiten auf entsprechende Events.
Am Miramar werden alle Spiele der deutschen Mannschaft in der Vorrunde gezeigt - mit Sommerabend-Atmosphäre, kalten Getränken und einer großen LED-Leinwand.
Auf dem Programm stehen die Deutschlandspiele am 14. Juni um 19 Uhr gegen Curaçao, am 20. Juni um 22 Uhr gegen die Elfenbeinküste sowie am 25. Juni um 22 Uhr gegen Ecuador. Der Eintritt ist kostenlos.
"Nach der Vorrunde entscheidet die Anstoßzeit, welche Spiele wir zeigen", sagt TAG24-Verkaufsleiter Marko Pentke (51).
Wegen der Zeitverschiebungen in den USA, Kanada und Mexiko beginnen die Spiele teilweise erst spät in der Nacht.
Keine Fußball-Meile in der Inneren Klosterstraße
Am Uferstrand verzichtet man in diesem Jahr deswegen komplett auf Public Viewing, so Gastro-Chef Marcel Kummers (38). Auch die Innere Klosterstraße bleibt 2026 ohne große Fan-Arena.
Laut Sven Hertwig (55, exclusiv events) sei das Konzept wegen der Anstoßzeiten wirtschaftlich nicht sinnvoll. "Wir fangen dieses Jahr aber extra schon am Dienstag mit dem Brauereimarkt an."
Sollte es Deutschland bis ins Halbfinale (14. oder 15. Juli) schaffen, werden auf der Biermeile dafür Bildschirme aufgestellt.
Ganz ohne Fußball geht es in der Stadt dennoch nicht: Viele Restaurants, etwa Hans im Glück oder das Alex, zeigen die wichtigsten Partien individuell auf Fernsehern oder Leinwänden.
Jubel stört die Nachtruhe
Eine Ausnahme der Bundesregierung erlaubt in diesem Jahr zwar Public Viewing bis spät in die Nacht, doch wer die Spiele lieber gemütlich zu Hause im Wohnzimmer, auf dem Balkon oder im Garten verfolgt, muss sich an die geltenden Lärmschutzregeln halten.
Wie die Stadt Chemnitz betont, gilt für private Fußballabende die Polizeiverordnung. Das bedeutet konkret: Während der Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr ist nur sogenannte Zimmerlautstärke erlaubt. Lautes Jubeln, Musik oder größere Feiern können schnell zum Problem werden.
Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 5000 Euro.