Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig: Jetzt steht fest, wann die Bauarbeiten beginnen
Chemnitz - Mit der Elektrifizierung der Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig nimmt ein heiß diskutiertes Projekt langsam Fahrt auf.
2026 soll der Ausbau des Südabschnittes zwischen Geithain und Chemnitz beginnen und drei Jahre später in Betrieb gehen. Noch unklar ist, wann auf dem nördlichen Teil gebaut wird.
37 Kilometer im Süden, 44 im Norden, macht rund 81 Kilometer Gleis zwischen den Großstädten. Für den Süden steht nun der Zeitplan. Frühestens 2029 sollen Regionalzüge im Halb-Stunden-Takt und Fernzüge im Zwei-Stunden-Takt schneller als je zuvor nach Leipzig rollen.
Auf der Strecke werden Hunderte Oberleitungsmasten gesetzt, Haltepunkte und Brücken erneuert sowie zusätzliches Gleis auf die Trasse gebracht.
Großes Thema ist der nicht durchgängige zweigleisige Ausbau. An den Viadukten in Burgstädt und Chemnitz bleiben etwa 2,6 Kilometer eingleisig.
"Wir behalten dennoch die volle, betriebliche Flexibilität", verspricht Verkehrssekretärin Ines Fröhlich (58). Für die Erweiterung der Bauwerke hätten durch den Freistaat zusätzlich 100 Mio. Euro investiert werden müssen, was in keinem Kosten-Nutzen-Verhältnis stünde.
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Der zweiteilige Ausbau hängt mit der Finanzierung zusammen. "Drei Finanzierungstöpfe machen es sehr kompliziert", so SPD-Bundestagsabgeordneter Detlef Müller (58).
Titelfoto: Uwe Meinhold
