Chemnitz: Bezahlkarte für Flüchtlinge kommt im April

Chemnitz - Nach langer Hängepartie soll die Bezahlkarte für Flüchtlinge in Chemnitz wohl im April eingeführt werden. Diesen Zeitpunkt nannte Sozialbürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky (65, parteilos) in der Antwort auf eine Ratsanfrage der CDU/FDP-Fraktion.

Kommt die Bezahlkarte für Flüchtlinge in Chemnitz in diesem Frühjahr?
Kommt die Bezahlkarte für Flüchtlinge in Chemnitz in diesem Frühjahr?  © dpa/PayCenter GmbH

"Chemnitz führt keine eigenen Bezahlkarten ein", so Ruscheinsky. Da das Rathaus aus Kostengründen auf die bundesweite Lösung setzt, werde die "Social Card" des Freistaates Sachsen eingeführt. Diese beinhalte ein Bargeldlimit von 50 Euro und für Kinder jeweils 25 Euro.

"Es ist ein Schritt in die richtige Richtung", reagierte Fraktions-Chef Tino Fritzsche (63) auf die Ankündigung. "Gut ist, dass sich endlich überhaupt etwas tut."

Die CDU hatte mit Blick auf den Kurs in vielen sächsischen Landkreisen das Chemnitzer Zögern bei der Einführung der Bezahlkarte immer wieder kritisiert. Im Umland wurde die Card vielerorts schon im letzten Frühjahr eingeführt.

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Bürgermeisterin Ruscheinsky verteidigte ihr Vorgehen: "Die Entscheidung zur Nichteinführung war korrekt. Eine Zwischenlösung bis zur Einführung der bundesweiten Lösung wäre unwirtschaftlich gewesen." Die Investition von etwa 25.000 Euro für wenige Monate wäre nicht nachhaltig gewesen.

CDU/FDP-Fraktionschef Tino Fritzsche (63) kritisiert die Rathaus-Zurückhaltung bei der Bezahlkarte für Flüchtlinge.
CDU/FDP-Fraktionschef Tino Fritzsche (63) kritisiert die Rathaus-Zurückhaltung bei der Bezahlkarte für Flüchtlinge.  © Kristin Schmidt
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"Darüber hinaus konnte ein erheblicher Aufwand für die Klienten und die Mitarbeiter vermieden werden, da in den Landkreisen nunmehr alle vorhandenen Bezahlkarten gekündigt und neu ausgestellt werden müssen."

Titelfoto: dpa/PayCenter GmbH

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