Rabensteiner Denkmalschutz-Areal: Das sind die neuen Pläne für das Gasthaus "Goldener Löwe"
Chemnitz - Das Gasthaus "Goldener Löwe" war früher beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Doch seit vielen Jahren ist das denkmalgeschützte Gelände in Chemnitz-Rabenstein verlassen, verfällt zusehends. Nun wurde seitens der Stadt dem Eigentümer eine neue Baugenehmigung erteilt.
Das Gebäude an der Oberfrohnaer Straße wurde 1882 erbaut und war ein beliebter Gasthof mit einem großen Ballsaal, wo rauschende Feste gefeiert wurden. Seit der Wende hatte das Gasthaus mehrere Eigentümer - und verkommt immer mehr zur Ruine.
Doch bald könnte neues Leben in das Areal ziehen: Laut Anfrage von Stadträtin Susanne Schaper (48, Linke) wurde von Seiten der Stadt eine Baugenehmigung erteilt.
Diese sieht vor: "Wohnungen, Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss, Errichtung von Stellplätzen, Ausbau des 1. Dachgeschosses in Wohnungen, Anbau von Balkonen und Einbau eines Aufzuges", so Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos).
Die kleineren Gewerbeeinheiten sollen das Wohnen nicht stören - möglich wären demnach "Nutzungen wie Handel, Gewerbe, Büro oder kleinere Gastronomie“.
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Chemnitzer Stadträtin Susanne Schaper freut sich über die neue Zukunft des alten Gasthauses
Schaper ist optimistisch: "Wir freuen uns, dass jetzt offensichtlich was losgeht." Gleichzeitig mahnt sie, den "Ballsaal am besten zu gestalten und zu erhalten".
Das wünscht sich auch Anwohner Volker Herrmann (78), der sich seit Jahren für den Erhalt des "Goldenen Löwen" einsetzt und Mitglied in der Bürgerinitiative Rabenstein ist.
"Ich hoffe, dass das äußere Erscheinungsbild im Sinne der Sache erhalten bleibt und dass für die Örtlichkeit entsprechende Funktionsräume im Erdgeschoss abgesichert werden", sagt Herrmann.
Das bedeutet, dass Räume wie der Ballsaal auf alle Fälle erhalten bleiben sollen. Wann die Baumaßnahmen beginnen, ist aber noch ungeklärt.
Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold (2), modernruins/Denny Müller
