Chemnitzer Schloßteich-Baustellen werden zu Brummifalle

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Chemnitz - Nach einer Atempause im Kulturhauptstadtjahr sprießen die Baustellen im Chemnitzer Stadtgebiet derzeit schneller als Knospen im Frühling. Am Schloßteich hat der Umleitungs-Wirrwarr eine besondere Blüte hervorgebracht: Hier werden die schwersten Laster zur Belastungsprobe an den Hechlerberg geschickt.

In der Schloßteichstraße steht ein Verbotsschild für schwere Laster.
In der Schloßteichstraße steht ein Verbotsschild für schwere Laster.  © Ralph Kunz

Wegen Bauarbeiten wird der Verkehr aktuell von der Mühlen- und Promenadenstraße zur Schloßteichstraße umgeleitet. Die ist so marode, dass seit Ende 2024 nur noch Fahrzeuge mit maximal zehn Tonnen Achslast passieren dürfen.

Schwere Laster müssen auf halbem Weg in die steile Hechlerstraße abbiegen.

"Die engen Kurven sind eine Herausforderung für die Fahrer. Außerdem müssen sie an der Steigung viel Gas geben, was für Anwohner und die Bewohner des Seniorenheims nicht zuträglich ist", schätzt Sebastian Fankhänel (53) von der Firma Euro.Courier ein, deren Fahrzeuge täglich in Chemnitz unterwegs sind.

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Er sagt: "Prinzipiell ist es gut, dass es Bautätigkeit in der Stadt gibt. Aber die vielen Umleitungen bedeuten für Unternehmen wie uns große Einschränkungen. Im Fall der Schlossteichstraße wäre eine temporäre Aufhebung der Gewichtsbegrenzung sinnvoll."

Sebastian Fankhänel (53), Chef der Firma Euro.Courier, musste wegen der vielen Umleitungen die Zeitpläne für Fahrten ändern.
Sebastian Fankhänel (53), Chef der Firma Euro.Courier, musste wegen der vielen Umleitungen die Zeitpläne für Fahrten ändern.  © Ralph Kunz
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In der Promenadenstraße wird bis voraussichtlich Juni gebaut.
In der Promenadenstraße wird bis voraussichtlich Juni gebaut.  © Ralph Kunz

Situation am Schloßteich wenig durchdacht

Weil die Mühlenstraße gesperrt ist, werden Autos - und auch schwere Laster - in Richtung Schloßteichstraße geleitet.
Weil die Mühlenstraße gesperrt ist, werden Autos - und auch schwere Laster - in Richtung Schloßteichstraße geleitet.  © Ralph Kunz

Auch der Chemnitzer Firmengruppe Endig macht die Umleitungsflut zu schaffen. "Nachdem 2025 Baustellen aufgeschoben wurden, ist die Verkehrssituation derzeit eine schiere Katastrophe. Von unserem Firmensitz in der Blankenburgstraße ist man zur Zeit schneller in Augustusburg als auf dem Pfarrhübel", schimpft Firmenchef Hakon Endig (57).

Die Situation am Schloßteich hält er für wenig durchdacht: "Es kann nicht die Lösung sein, wenn sich 40-Tonner den Hechlerberg hochquälen und dann pausenlos links und rechts abbiegen müssen."

Eine Anfrage zur aktuellen Verkehrslenkung konnte die Stadt am Mittwoch nicht beantworten.

Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz (2)

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