Chemnitz - Während der Sommerhitze ist Wasser anfällig wegen drohender Trockenheit und der Bildung von Bakterien. Was Keime angeht, können Chemnitzer im Vergleich zum vorigen Jahr erst mal aufatmen. Anders hingegen sieht es bei der Wasserknappheit aus: Ab nächster Woche soll die Wasserentnahme aus Flüssen und Bächen verboten werden.
Der Pegelstand der Chemnitz spricht eine deutliche Sprache: Lediglich 33 Zentimeter wurden am Donnerstagnachmittag verzeichnet. Wegen Trockenheit und hohen Temperaturen zieht die Stadt nun die Notbremse.
Während seit Ende Juni noch die Empfehlung des Rathauses galt, auf die Wasserentnahme von Gewässern zu verzichten, soll demnächst ein Verbot folgen.
"Da trotz kurzzeitiger Niederschläge keine grundsätzliche Entspannung in Fließgewässern zu verzeichnen ist, bereitet das Umweltamt der Stadt Chemnitz gerade den Erlass einer entsprechenden Allgemeinverfügung vor", so das Rathaus.
Trinkwasserversorgung ist laut Stadt Chemnitz stabil
Das Verbot soll voraussichtlich nächste Woche veröffentlicht werden. Falls Anwohner an der Chemnitz oder anderen Gewässern also ihren Garten mit Flusswasser bewässern wollen, haben sie demnächst schlechte Karten.
Die Trinkwasserversorgung ist laut Stadt allerdings stabil.
2025 wütete der Umweltkeim Serratia fonticola im Chemnitzer Trinkwasser. Diesen Sommer ist jedoch keine Verunreinigung festzustellen. Dafür werden laut "eins energie"-Sprecherin Cindy Haase (46) Hunderte Wasserproben im Jahr untersucht.
Ergebnis: "Im Rahmen dieser Untersuchungen wurden bislang keine Keime im Chemnitzer Trinkwassernetz nachgewiesen", so Haase.