Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz in der Stadt steigt wieder, 674 neue Fälle

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 28.526 Corona-Fälle, 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1127,7 (Stand: 3. Dezember, alle Daten vom RKI).

Weihnachtsmärkte abgesagt, neue Notfall-Verordnung: Die vierte Corona-Welle hat Sachsen fest im Griff.
Weihnachtsmärkte abgesagt, neue Notfall-Verordnung: Die vierte Corona-Welle hat Sachsen fest im Griff.  © Haertelpress

Seit dem 22. November gilt angesichts der zunehmend dramatischen Infektionslage in Sachsen nun die Sächsische Corona-Notfall-Verordnung. Die neue Verordnung, die vorerst bis zum 12. Dezember gilt, sieht verschärfende Maßnahmen insbesondere für Ungeimpfte vor, um die 4. Welle der Corona-Pandemie einzudämmen.

Dazu gehören flächendeckende 2G-Regelungen, Schließungen von Einrichtungen und Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte und Nicht-Genesene in Hotspot-Regionen.

Schulen und Kitas bleiben geöffnet.

Chemnitz: Chemnitz: Mega-Schlange vor Impfzentrum an Wilhelm-Raabe-Straße, Terminbuchungsportal startet Freitag
Chemnitz Lokal Chemnitz: Mega-Schlange vor Impfzentrum an Wilhelm-Raabe-Straße, Terminbuchungsportal startet Freitag

Discotheken, Clubs, Bars und Kultureinrichtungen sollen zubleiben. Messen und Großveranstaltungen werden untersagt. Weihnachtsmärkte wurden abgesagt.

3G am Arbeitsplatz, 2G beim Shopping und beim Friseurbesuch.

Ausgangssperren soll es dort geben, wo die Inzidenz über 1000 liegt. Ungeimpfte dürfen dann zwischen 22 und 6 Uhr ihre Wohnungen nur aus triftigem Grund verlassen.

Kontaktbeschränkungen: Ein Haushalt darf sich nur mit einer weiteren Person treffen. Geimpfte, Genesene und Kinder sowie Jugendliche bis 16 Jahre zählen nicht mit.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 3. Dezember, 19.37 Uhr: Erneute Corona-Demo am Freitagabend in Freiberg

Auch am Freitagabend kam es wieder zu einem sogenannten "Spaziergang" in der Freiberger Innenstadt.
Auch am Freitagabend kam es wieder zu einem sogenannten "Spaziergang" in der Freiberger Innenstadt.  © B&S

Am Freitagabend trafen sich erneut ungefähr 100 Menschen, um durch die Freiberger Innenstadt zu spazieren. Auch dieses Treffen war wie am vergangenen Montag nicht genehmigt.

Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel Polizei beendet erneut Corona-Demo in Freiberg.

Update, 3. Dezember, 16.10 Uhr: Experten schließen Inzidenz von bis zu 2800 in Sachsen nicht aus

Die sächsische Landesregierung schließt eine Verdoppelung des aktuell schon extrem hohen Corona-Inzidenzwertes bis Jahresende nicht aus. «Bei sich fortsetzender Dynamik kann angenommen werden, dass die Inzidenz bis Ende Dezember bis zirka 2800 ansteigen wird, bis sie dann bis Ende Januar auf das jetzige Niveau wieder abfallen wird», heißt es im Antrag der Regierung für die Sondersitzung des Landtages am Montag. Das Parlament soll dann über die Feststellung der epidemischen Lage im Freistaat entscheiden.

Am Freitag hatte das Robert Koch-Institut für Sachsen eine Wocheninzidenz von 1224,7 ermittelt. Das ist der mit Abstand höchste Wert in Deutschland. Er gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche an.

In der Begründung ihres Antrages macht die sächsische Regierung auf die dramatische Lage aufmerksam: "In Sachsen ereignen sich 15 Prozent aller Neuinfektionen in der Bundesrepublik, obwohl auf Sachsen nur fünf Prozent der Gesamtbevölkerung entfallen." Inwieweit sich derzeitige Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und 2G-Regelungen auf das Infektionsgeschehen auswirken, werde sich erst in den nächsten zwei Wochen zeigen. Die Impfquote sei weiterhin viel zu niedrig, um in der aktuellen Situation "einen relevanten Einfluss auf eine absehbare Eindämmung des Infektionsgeschehens zu leisten". Es gehe auch darum, das Gesundheitswesen vor einer unmittelbar drohenden Überlastung zu schützen.

Mit der Feststellung der epidemischen Lage will die Regierung Rechtssicherheit für eine Fortsetzung bestehender Schutzmaßnahmen und ihre mögliche Erweiterung erlangen.

Update, 3. Dezember, 15.01 Uhr: Apotheken grundsätzlich zum Impfen bereit, aber nicht flächendeckend

Die sächsischen Apotheken sind grundsätzlich zum Impfen bereit. "Wenn wir in dieser aktuell sehr ernsten Lage dazu beitragen können, dass mehr Menschen durch die Corona-Impfung geschützt sind, sind wir natürlich dazu bereit, unsere ärztlichen Kollegen weitergehend zu unterstützen und auch in den Apotheken kurzzeitig Impfungen anzubieten", erklärte die Geschäftsführung der Sächsischen Apothekerverbandes am Freitag auf Anfrage.

Allerdings müssten dafür die rechtlichen Grundlagen geschaffen werden und eine medizinische Schulung des Impfpersonals erfolgen.

Zudem werde man wegen der hohen Arbeitsbelastung durch Bürgertestung, Verteilung der Impfstoffe und durch die Pandemie bedingte Personalengpässe dieses Angebot nicht flächendeckend machen können, hieß es. "Weshalb wir die Booster-Impfung in den Apotheken nur als zusätzliches Angebot mit einem für die Vorbereitung notwendigen zeitlichen Vorlauf sehen."

Update, 3. Dezember, 14.33 Uhr: Sachsen für Verlängerung steuerlicher Corona-Hilfsmaßnahmen

Sachsen hat sich für die Verlängerung steuerlicher Corona-Hilfsmaßnahmen über das Jahresende hinaus ausgesprochen.

"Neben den staatlichen Hilfsprogrammen, etwa in Form von Zuschüssen oder Darlehen, sollte auch die Steuerverwaltung weiterhin einen Beitrag zur Entlastung und Unterstützung leisten", erklärte Finanzminister Hartmut Vorjohann (58, CDU) am Freitag in Dresden.

"Ich bin überzeugt, dass das Bundesfinanzministerium unserer Forderung nachkommt und jetzt schnell die Voraussetzungen schafft, damit unsere Finanzämter wieder im vereinfachten Verfahren zinslose Stundungen vornehmen können."

Update, 3. Dezember, 13.46 Uhr: Dehoga unterstützt Klage gegen Corona-Notfallverordnung

Seit dem vergangenen Montag dürfen Hotels, Pensionen und Campingplätze in Sachsen keine Touristen mehr aufnehmen - gegen dieses Beherbergungsverbot zieht der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Sachsen jetzt vor Gericht. Der Verband unterstützt einen betroffenen Hotelier aus Eibenstock (Erzgebirgskreis) bei seinem Normenkontrollverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht Bautzen, wie er am Freitag mitteilte.

Jens Ellinger, Vizepräsident des Dehoga in Sachsen, sagte, dass die Corona-Notfallverordnung in Sachsen die Geschäftssituation verzerre. In Polen, Tschechien und den umliegenden Bundesländern seien die Hotels noch geöffnet.

Die Klage sollte noch am Freitag an das Oberverwaltungsgericht Bautzen gehen. Der Gerichtssprecher sagte, dass dort schon einige Klagen gegen die Corona-Notfallverordnung eingegangen seien. Erste Entscheidungen bei Eilverfahren könne es in der kommenden Woche geben.

Update, 3. Dezember, 12.48 Uhr: Leipziger Patient mit Omikron-Verdacht hat bislang milden Verlauf

Der Leipziger Patient (37) mit Verdacht auf die Coronavirus-Variante Omikron hat bislang einen milden Krankheitsverlauf.

Entsprechend der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur neuen Variante seien der Patient sowie seine Haushaltskontaktpersonen für 14 Tage unter Quarantäne gestellt worden, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Freitesten dürften sich die Betroffenen in dem Zeitraum nicht. Zuvor hatte die "Leipziger Volkszeitung" berichtet.

Update, 3. Dezember, 10.34 Uhr: Impf-Termine ab 13 Uhr buchbar

Ab 13 Uhr könnt Ihr Termine für die Impfstützpunkte in Sachsen vereinbaren. Damit sollen die Mega-Warteschlangen vor den sächsischen Impfzentren ein Ende haben.

Termine gibt's unter sachsen.impfterminvergabe.de.

Update, 3. Dezember, 10.16 Uhr: Erneut sächsischer Landkreis mit bundesweit höchster Corona-Inzidenz

Trauriger Spitzenreiter! Mittelsachsen ist bundesweit der Landkreis mit der höchsten 7-Tages-Inzidenz.

Wie das Robert-Koch-Institut am Freitag mitteilte, beträgt die 7-Tages-Inzidenz derzeit 2062,2. Am gestrigen Donnerstag lag der Wert noch bei 1661,8.

Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel Erneut sächsischer Landkreis mit bundesweit höchster Corona-Inzidenz.

Update, 3. Dezember, 9.02 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen steigt - weiter bundesweiter Hotspot

Die Corona-Inzidenz in Sachsen ist wieder gestiegen. Das Robert Koch-Institut gab die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen am Freitag mit 1224,7 an. Am Donnerstag lag der Wert bei 1180,1, am Mittwoch bei 1209,4. Der Freistaat bleibt somit den RKI-Daten zufolge mit Abstand der Corona-Hotspot Deutschlands - gefolgt von Thüringen (1013,6) und Sachsen-Anhalt (757,2)

Fast alle Kreise und Städte in Sachsen lagen mit ihren Inzidenzen laut RKI am Freitag über der 1000er-Schwelle. Lediglich die Landkreise Nordsachsen (992,2), Zwickau (962,1) und der Vogtlandkreis (961,1) sowie die Stadt Leipzig (696,9) bewegten sich noch darunter. Die höchste bundesweite Inzidenz hat den Angaben zufolge der Landkreis Mittelsachsen (2062,5).

Seit Beginn der Pandemie sind im Freistaat laut RKI 524.645 Covid-19-Fälle und 11.147 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Am Freitag kamen 11.576 Infektionen dazu und 68 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus.

Update, 3. Dezember, 7.44 Uhr: Wieder verbotene Demos ohne Polizei: MP Kretschmer kritisiert Minister Wöller

Der Druck wegen der Corona-Demos auf Innenminister Roland Wöller (51, CDU) steigt: Das Vorgehen der Polizei mit den illegalen Aufzügen in ganz Sachsen bringt ihm nicht nur Kritik aus der Opposition, sondern auch von den Koalitionspartnern und sogar von Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU).

Mehr dazu in unserem Artikel: Wieder verbotene Demos ohne Polizei: MP Kretschmer kritisiert Minister Wöller

Titelfoto: Uwe Meinhold, 123rf/drmicrobe

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