Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz leicht gesunken

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 17.069 Corona-Fälle, 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 5,7 (Stand: 31. Juli, alle Daten vom RKI).

Chemnitz im EM-Fieber: Mini-Public Viewing in den Gastro-Betrieben in der Inneren Klosterstraße.
Chemnitz im EM-Fieber: Mini-Public Viewing in den Gastro-Betrieben in der Inneren Klosterstraße.  © Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz in Sachsen wieder leicht gestiegen

Aufgrund der gesunkenen Inzidenz, die an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter der kritischen Marke von 100 lag, tritt nun ab dem 21. Mai in Chemnitz die bundesweite Corona-Notbremse außer Kraft.

Statt des Infektionsschutzgesetzes tritt nun wieder die sächsische Corona-Schutzverordnung (Gültig bis 28. Juli) in Kraft.

Damit können sich die Menschen in Chemnitz endlich über Lockerungen freuen. Das heißt jedoch nicht, dass alle Corona-Regeln aufgehoben werden.

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Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 31. Juli, 8 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz drei neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 17.069 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 5,7 (Vortag: 6,1).

Es wurden zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 546 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 30. Juli, 15.12 Uhr: Mobile Impfmöglichkeiten in Chemnitz

Impfwillige können sind spontan und ohne Termin gegen das Corona-Virus
impfen lassen. Es stehen die Impfstoffe Biontech und Johnson & Johnson
zur Verfügung:

  • Dienstag und Mittwoch, 3. und 4. August 2021, Rewe Oberfrohnaer Straße 63, 9 Uhr - 16 Uhr (Mittagspause 12-13 Uhr)
  • am Donnerstag und Freitag, 5. und 6. August 2021, Bürgerzentrum Sonnenberg, Sonnenstraße 35, 9 Uhr - 16 Uhr (Mittagspause 12-13 Uhr)
  • Samstag und Sonntag, 7. und 8. August 2021, Brühl Inspire,
    Standort Untere Aktienstr. 12, 9 Uhr - 16 Uhr (Mittagspause
    12-13 Uhr)

  • am Montag und Dienstag, 9. und 10. August 2021, York Center,
    Scharnhorststraße 11, 9 Uhr - 16 Uhr (Mittagspause 12-13 Uhr)

Weitere Termine sind in Planung.

Update, 30. Juli, 14.33 Uhr: Sächsische Impfkommission empfiehlt Corona-Schutzimpfung ab 12

Die Sächsische Impfkommission (Siko) empfiehlt eine Corona-Schutzimpfung für alle Kinder ab zwölf Jahren. Das geht aus einem Update der Empfehlungen zum 1. August hervor. Darüber hatten die Sächsische Zeitung und der MDR am Freitag berichtet.

Damit hat die Siko ihre Impfempfehlung für Kinder ausgeweitet. Bisher hatte sie die Schutzimpfung im Alter von 12 bis 15 Jahren bei Vorliegen von Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf empfohlen - sowie für alle nach einer ausführlichen Aufklärung.

In die neue Bewertung seien Daten aus den USA und Israel eingeflossen, schreibt die Impfkommission. Die Nutzen-Risiko-Abwägung falle demnach zugunsten der Impfung für alle Kinder ab zwölf aus. Die Mediziner haben dabei vor allem den Zusammenhang zwischen einer Impfung und Herzmuskelentzündungen bei Jugendlichen und jungen Männern angeschaut.

Die Sächsische Impfkommission bezieht ihre Empfehlung auf die Impfstoffe von Biontech und Moderna. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat bei beiden Impfstoffen grünes Licht für einen Einsatz ab zwölf Jahren gegeben.

Die Siko-Empfehlung weicht nunmehr von der Haltung der Ständigen Impfkommission (Stiko) des Robert Koch-Instituts ab. Diese empfiehlt bislang eine Impfung nur für 12- bis 17-Jährige, die aufgrund von Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung haben. Sachsen hat als einziges Bundesland eine eigene Impfkommission.

Update, 30. Juli, 13.11 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Freitag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz zwei neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 17.066 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 6,1 (Vortag: 5,3).

Es wurde kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 544 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 30. Juli, 11.13 Uhr: Ein Drittel der Polizisten halten Corona-Maßnahmen für übertrieben

Rund ein Drittel der Polizisten in Sachsen haben sich einer Studie zufolge skeptisch zu den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie geäußert und hielten diese für übertrieben. Ein weiteres Drittel hielt sie für angemessen, ein Viertel der Befragten hätten sich sogar schärfere Maßnahmen gewünscht. Etwas mehr als zehn Prozent machten keine Angaben. Das geht aus einer Untersuchung des Sächsischen Instituts für Polizei- und Sicherheitsforschung hervor, über die am Freitag mehrere Medien berichteten.

An ihr nahmen 2323 der knapp 15.000 Polizisten im Freistaat teil. "Mit dieser Ausschöpfungsquote von ca. 15 Prozent bieten die Daten eine solide Grundlage für Rückschlüsse auf die Grundgesamtheit der Polizei Sachsen", erklärten die Verfasser. Der Befragungszeitraum erstreckte sich den Angaben zufolge vom 20. Oktober bis zum 17. November 2020.

Bei der Verhängung von Sanktionen wegen Verstößen gegen die Maßnahmen waren 32 Prozent der Polizisten der Ansicht, diese gingen nicht weit genug; 31 Prozent hielten sie für richtig und angemessen; 21 Prozent waren der Meinung, sie gingen zu weit. Damit empfanden die Polizisten in Sachsen die Bestrafungen seltener als unzureichend als die Deutschen allgemein: Hier waren nach einer Vergleichszahl 46 Prozent der Meinung, die Sanktionen gingen nicht weit genug.

"Ob Maßnahmen und ihre Sanktionierung für angemessen gehalten werden, hängt fraglos auch von der eigenen Einschätzung der tatsächlichen Gefährlichkeit des Coronavirus ab", schätzten die Verfasser der Studie ein. In der Auswertung der Befragung stellte sich heraus, dass immerhin ein Viertel der Beschäftigten der sächsischen Polizei die Aussage, das Coronavirus sei nicht gefährlicher als eine normale Grippe, als "eher" oder "voll und ganz" zutreffend beurteilte. Ein weiteres knappes Fünftel hatte dazu keine klare Position.

Update, 30. Juli, 10.58 Uhr: Corona-Wochenwert in Sachsen erneut leicht gestiegen

Die Corona-Inzidenz nimmt in Sachsen weiter leicht zu. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies die Zahl der Neuansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Freitag mit 6,7 aus, nachdem sie am Donnerstag bei 6,5 gelegen hatte. Damit hat der Freistaat zusammen mit Brandenburg die drittniedrigste Inzidenz aller Bundesländer.

Nur die Nachbarn Sachsen-Anhalt (4,6) und Thüringen (5,9) liegen darunter. Der bundesweite Wert ist gegenüber dem Vortag wieder leicht gestiegen - von 16,0 auf 16,5.

Update, 29. Juli, 8.27 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen steigt weiter auf niedrigem Niveau

Die Corona-Inzidenz nimmt in Sachsen weiter zu - auf niedrigem Niveau. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies die Zahl der Neuansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Donnerstag mit 6,5 aus, nach 5,5 am Mittwoch. Damit hat der Freistaat die viertniedrigste Inzidenz aller Bundesländer. Nur die Nachbarn Sachsen-Anhalt (4,1), Thüringen (5,6) und Brandenburg (6,2) liegen darunter. Auch der Wert für Deutschland insgesamt ist gegenüber dem Vortag gestiegen - von 15,0 auf 16,0.

Die Landeshauptstadt Dresden befindet sich mit 12,4 den vierten Tag in Folge über der 10er-Grenze, an der in Sachsen die Maskenpflicht beim Einkaufen hängt. Die Marke muss mehrere Tage in Folge überschritten werden, bevor die Pflicht wieder greift. Auch die Großstadt Leipzig befand sich am Donnerstag Mittwoch mit 13,3 weiter oberhalb dieser Marke - und hat zugleich die höchste Inzidenz landesweit. Am geringsten ist das Infektionsgeschehen im einstigen Corona-Hotspot Vogtland - unverändert bei 0,4.

Laut RKI erhöhte sich die Gesamtzahl der Neuinfektionen in Sachsen seit Beginn der Pandemie im März 2020 um 33 Fälle auf 286 795. Gegenüber dem Vortag wurde ein Todesfall gemeldet, damit starben bisher insgesamt 10.135 Menschen mit oder an Corona.

Update, 29. Juli, 6.10 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Donnerstag (Stand 3.21 Uhr) für Chemnitz 5 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 17.064 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 5,3 (Vortag: 3,2).

Es wurde kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 544 Personen an oder mit dem Virus.

Hinweis: Das RKI hat am Vormittag die Zahlen korrigiert.

Update, 28. Juli, 12.15 Uhr: Sozialministerium sieht mehrere Ursachen für geringe Impfquote

Sachsens Sozialministerium sieht mehrere Gründe für die vergleichsweise schwache Impfquote im Freistaat. Auf Anfrage nannte das Ministerium am Mittwoch eine Mischung von Ursachen. Bei manchen Menschen würden wohl die derzeit niedrigen Inzidenzen und eine damit verbundene Sorglosigkeit eine Rolle spielen. Die Impfung werde gedanklich auf die Zeit nach den Sommerferien geschoben.

Bei vielen dürften ferner die wegen niedriger Inzidenzwerte fehlenden Testpflichten eine Rolle spielen, hieß es weiter: "Die Relevanz der schnellen Impfung – die einen jenseits des Schutzes vor schweren Verläufen eben auch von Testpflichten befreit - rückt dadurch möglicherweise in den Hintergrund."

Zudem verwies das Ministerium auf die hohe Infektionsrate in Sachsen gerade im Winter. Viele Leute würden Menschen kennen, die sich zwar infiziert hatten, bei denen Corona aber einen harmlosen Verlauf nahm. "Auch das könnte möglicherweise dazu führen, dass die Relevanz der Impfung als nicht so hoch eingeschätzt wird."

Die hohen Infektionszahlen könnten nach Ansicht von Experten auch in anderer Beziehung Einfluss auf die momentane Impfquote nehmen. Da sich Genesene frühestens nach sechs Monaten impfen lassen sollen, zählen sie momentan noch nicht zum Kreis der potenziellen Impflinge.

Laut Sozialministerium haben auch soziale Medien einen Anteil an der Entwicklung. Desinformationen im Zusammenhang mit der Impfung würden zu einer Verunsicherung führen. Ein weiterer Grund könnte der Umstand sein, dass sich Leute auf andere verlassen nach dem Motto "Wenn viele andere sich impfen lassen, muss ich selbst es nicht tun".

Zusätzlich verwies das Ministerium auf eine Studie des Forschungszentrums Midem an der Technischen Universität Dresden. Sie hatte sich unter anderem mit Vorbehalten gegenüber der Corona-Impfung beschäftigt. Demnach gibt es vor allem unter jungen Menschen viele Impfskeptiker. "Sie besitzen häufig einen Realschulabschluss und haben ein eher unterdurchschnittliches Einkommen", fand Midem heraus.

"In sozial-räumlicher Hinsicht sind viele Impfskeptikerinnen und Impfskeptiker in Ostsachsen zu Hause. Personen, die sich rechts der Mitte verorten oder der AfD zuneigen, sind ebenfalls weit überdurchschnittlich der Auffassung, sich selbst 'eher nicht' oder 'auf gar keinen Fall' impfen zu lassen", hieß es im Bericht der Dresdner Forscher.

Das Ministerium stellte noch einmal klar, dass es in Sachsen in keinem Landkreis mehr einen Mangel an Impfstoffen gibt. "Jedem in Sachsen kann ein sofortiges Impfangebot gemacht werden – bei freier Impfstoffwahl. Es gibt tausende freie Termine in den Impfzentren. Wir impfen ganztägig spontan ohne Termin im Impfzentrum, bis eine Stunde vor Ende der Öffnungszeit." Auch bei niedergelassenen Ärzten und Betriebsärzten sei problemlos eine Impfung möglich.

Auch künftig will das Ministerium im Verbund mit Partnern flexible und niedrigschwellige Impfangebote unterbreiten - so wie in und an Fußballstadien. Neuerdings wirbt Sachsen mit Plakaten und Anzeigen unter dem Slogan "Jetzt impfen!" für eine rege Teilnahme. Zudem laufen bisherige Aufklärungskampagnen weiter.

Update, 28. Juli, 8.05 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen steigt weiter auf niedrigem Niveau

Berlin/Dresden (dpa/sn) - Die Corona-Inzidenz steigt in Sachsen weiter auf niedrigem Niveau an. Das Robert Koch-Institut (RKI) bezifferte den Wert am Mittwoch auf 5,5. Am Vortag hatte er bei 4,8 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Neuansteckungen es je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gibt.

Derzeit ist Sachsen das Bundesland mit der drittniedrigsten Inzidenz. Nur die Nachbarländer Sachsen-Anhalt (3,6) und Thüringen (5,3) liegen noch darunter. Bundesweit lag der Wert am Mittwoch bei 15,0 (Dienstag: 14,5.)

Die Landeshauptstadt Dresden befindet sich mit 11,0 weiter über der 10er-Grenze. Daran hängt in Sachsen die Maskenpflicht beim Einkaufen. Die Marke muss mehrere Tage in Folge überschritten werden, bevor die Pflicht wieder greift. Auch die Großstadt Leipzig befand sich am Mittwoch mit 11,1 oberhalb dieser Marke. Am geringsten ist das Infektionsgeschehen im einstigen Corona-Hotspot Vogtland (0,4).

Titelfoto: Kateryna Kon/123RF, Kristin Schmidt

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