Chemnitz - 35 Jahre nach ihrer Erfindung ist die Diddl-Maus plötzlich wieder gefragt - und der Ansturm ist groß. Seit zwei Wochen gibt es die Kultfigur wieder in ausgewählten Filialen auch in Chemnitz. Doch der Hype ist so groß, dass die Vorräte bereits knapp werden. Woher kommt der Ansturm, und sind die Diddl-Mäuse bald vergriffen?
In der Thalia-Filiale in der Galerie Roter Turm herrschte bereits am ersten Verkaufstag großer Andrang. "Die ersten Kunden, die reingekommen sind, sind direkt zum Diddl-Stand gegangen", erzählt Mitarbeiterin Emma Köllner (23). "Zuerst waren die Plüschtiere weg."
Binnen drei Tagen sei nahezu das gesamte Sortiment ausverkauft gewesen. "Alles, was es am Anfang gab, war komplett weg", berichtet Köllner.
Inzwischen wurde Ware nachgeliefert. Erhältlich sind aktuell nur noch Blöcke und weitere Schreibwaren.
Auch bei Nanu-Nana war der Andrang groß. "Als Erstes waren die Duftblöcke ausverkauft", berichtet Mitarbeiterin Claudia Reichel (43). Dort gibt es noch wenige kleine Plüschanhänger sowie Stifte.
Im Rabattz in der Sachsen-Allee waren ebenfalls die Plüschtiere ratzfatz vergriffen. Erhältlich sind dort noch Schreibwaren, Stickerhefte, Müslibecher und Plüsch-Etuis.
Comeback der Diddl-Maus nach zwölf Jahren
Die Diddl-Maus wurde 1990 vom deutschen Illustrator Thomas Goletz (59) erfunden und entwickelte sich zum Kultobjekt der 1990er- und 2000er-Jahre. Ende 2014 verschwand sie aus den Regalen.
Vor allem bei den Millennials sorgt die Rückkehr für Begeisterung. Lisa (28) und Isa (38) erinnern sich gern: "In der Grundschule haben wir auf dem Schulhof Diddl-Blätter getauscht und Ordner angelegt. Wir haben die Blöcke und das Duftpapier gesammelt. Früher war das ein Highlight, wenn Mama und Papa einen Block gekauft hat", erzählt Lisa.
Isa ergänzt: "Heute kauft man sie sich einfach selbst, ohne zu fragen."
Wer sich noch ein Stück Diddl-Nostalgie sichern möchte, sollte sich beeilen. Die nächste Lieferung wird erst im Herbst erwartet. Welche Geschäfte teilnehmen, steht unter: diddl.de