Es geht um ein Konto: Rechtsextremist Sellner zofft sich mit Chemnitzer Sparkasse
Chemnitz - Der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner (37), Kopf der Identitären Bewegung, wollte bei der Sparkasse Chemnitz ein Konto eröffnen - und wurde prompt abgelehnt! Nachdem Sellner beim Verwaltungsgericht einen Antrag gestellt hatte, wurde er auch hier abgewiesen. Abgeschlossen ist der Fall damit noch nicht.
Laut Sparkasse wollte Sellner für sein "Institut für Remigration UG" ein Konto eröffnen. "Wir haben eine Kontoeröffnung am 9. Februar abgelehnt", so Sparkassen-Sprecher Sven Mücklich (50).
Der Österreicher ließ sich das nicht bieten - und beantragte vor dem Verwaltungsgericht erfolglos eine einstweilige Anordnung. Diese wurde am 28. April abgelehnt. Grund: Das Gericht sah keine Eile.
"Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Chemnitz werten wir als großen Erfolg. Denn die Ideen von Martin Sellner zur Remigration verstoßen aus unserer Sicht gegen das Grundgesetz und missachten die Menschenwürde", so Mücklich weiter.
Vom Tisch ist die Sache aber noch nicht: Sellner hat in der vergangenen Woche einen neuen Antrag beim Gericht gestellt. Ausgang offen.
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Auch "Freie Sachsen" wurden von Sparkasse abgewiesen, Verwaltungsgericht musste entscheiden
Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Sparkasse Chemnitz gegen eine Kontoeröffnung von Rechtsextremisten wehrt. In der Vergangenheit wollten bereits die "Freien Sachsen" ein Konto bei dem Geldinstitut öffnen.
Nachdem die Sparkasse dies abgelehnt hatte, entschied das Verwaltungsgericht nach langem Hin und Her, dass die Sparkasse das "Freie Sachsen"-Konto eröffnen musste.
Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt, Steffen Füssel
