Chemnitzer Stadtrat will über Schauspielhaus-Petitionen entscheiden

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Chemnitz - Beim Chemnitzer Dauerthema Schauspielhaus wird es im nächsten Stadtrat ernst - aber anders, als sich viele wünschen. Es geht nicht um die große Standortentscheidung. Auf dem Tisch liegen am 1. Juli erst einmal zwei Petitionen.

Für viele Chemnitzer ist das historische Schauspielhaus in der Zieschestraße mehr als nur ein Gebäude.
Für viele Chemnitzer ist das historische Schauspielhaus in der Zieschestraße mehr als nur ein Gebäude.  © Uwe Meinhold

"Ich würde mich freuen, wenn man in der Öffentlichkeit wahrnehmen würde, dass wir beim Schauspielhaus einen Plan haben", reagiert Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos) höflich auf die "Eingaben".

Jeder dürfe seine Meinung artikulieren, auch per Petition. Aber: "Wünschenswert wäre aus meiner Sicht mal eine Festlegung auf eine Richtung."

Die große Petition "Rettet unser Schauspiel- und Figurentheater" kommt von der Chemnitzer Volksbühne und fast 7000 Unterzeichnern. Ihr Kern: Schauspiel und Figurentheater sollen nicht einfach in der Oper verschwinden, wie ein umstrittener Vorstoß von SPD-Stadtrat Detlef Müller (61) vorsah.

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Das passt zur bisherigen Linie nach dem Stadtratsbeschluss vom Mai, getrennte Bühnenstandorte für Oper und Schauspiel weiterzuverfolgen.

Die Idee einer "Fusion" von Theater und Oper im Opernhaus von Detlef Müller (61, SPD) ist zwischenzeitlich wieder vom Tisch.
Die Idee einer "Fusion" von Theater und Oper im Opernhaus von Detlef Müller (61, SPD) ist zwischenzeitlich wieder vom Tisch.  © Uwe Meinhold
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Das Spinnbau-Gelände in Altchemnitz galt lange als Vorzugsvariante für einen neuen Theaterstandort - nun ist die Debatte wieder offen.
Das Spinnbau-Gelände in Altchemnitz galt lange als Vorzugsvariante für einen neuen Theaterstandort - nun ist die Debatte wieder offen.  © Uwe Meinhold

Zweite Petition schlägt Schauspielhaus-Neubau in der City vor

Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos) will in der Schauspielhaus-Debatte endlich eine klare Richtung statt immer neue Prüfvarianten.
Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos) will in der Schauspielhaus-Debatte endlich eine klare Richtung statt immer neue Prüfvarianten.  © Ralph Kunz

Deutlich komplizierter ist Petition Nummer zwei. Sie heißt "Neubau Schauspielhaus Chemnitz - Stadtzentrum", kommt von drei Chemnitzern. Darin heißt es: "Chemnitz braucht ein neues Schauspielhaus." Gefordert wird "Identifikationsarchitektur hinter dem Opernhaus oder am Busbahnhof".

Genau da zieht Kütter die Bremse. "Aus meiner Sicht gibt es noch keine verbindliche Standortfestlegung, aber eine Fokussierung auf das Areal der Oper." Der Stadtrat habe sich im Mai mehrheitlich für eine Studie ausgesprochen, die den Standort prüft, "ausdrücklich auf zwei getrennten Bühnen, vielleicht sogar zwei separaten Häusern".

Der Busbahnhof spielt nach seiner Einschätzung derzeit praktisch keine Rolle. Kütter: "Wo die Diskussion Busbahnhof herkommt, erschließt sich mir im Moment nicht." Der Busbahnhof sei noch da, die vorgeschlagene Verlegung bislang nicht bestätigt

Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz, Uwe Meinhold

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