Chemnitz - Der rätselhafte Ampullen-Fund in einem Waldstück in Chemnitz-Ebersdorf hat tagelang Feuerwehr, Polizei und Spezialkräfte beschäftigt. Jetzt steht fest: Radioaktiv war der Stoff entgegen erster Befürchtungen doch nicht. Gesprengt werden musste die gefährliche Chemikalie trotzdem.
Nach dem Fund am Dienstag war zwar zunächst von erhöhter Strahlung die Rede. Diese Meldung bestätigte sich laut Polizei und Stadt allerdings nicht. Entwarnung gab es dennoch nicht: Experten stellten fest, dass die Funde "teils explosiv, giftig, krebserregend und nicht transportfähig" waren.
Daraufhin rückten am Donnerstag Spezialisten der USBV-Gruppe (Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung) des Landeskriminalamtes Sachsen sowie die Berufsfeuerwehr Chemnitz an, um die Stoffe vor Ort zu begutachten. Die Entscheidung fiel schließlich auf eine kontrollierte Sprengung, um jede Gefahr zu beseitigen.
"Es war ein gefährlicher Einsatz für die Einsatzkräfte im unmittelbaren Umfeld", so Polizeisprecher Andrzej Rydzik (41) zu TAG24. Um welche Chemikalien es sich genau handelt, sei noch nicht vollständig geklärt. Die finalen Untersuchungsergebnisse stünden noch aus.
Wie die Stadt mitteilte, haben Mitarbeiter des Grün- und Umweltamtes am Freitag eine abschließende Besichtigung des Ortes vorgenommen. "Dabei wurden keine weiteren Gefahrstoffe oder andere Hinterlassenschaften gefunden."