Chemnitz - Leere Haltestellen, kaum Pendler unterwegs, stillstehende Busse und Straßenbahnen: Der bundesweite ÖPNV-Streik macht sich am Montag auch in Chemnitz bemerkbar.
Am Morgen war es an der Haltestelle am Hauptbahnhof gähnend leer: kaum Busse, kaum Straßenbahnen, nur wenige Fahrgäste. Auf der Anzeigetafel der Hinweis: Warnstreik.
Parallel versammelten sich Beschäftigte der CVAG vor dem Straßenbahnbetriebshof an der Carl-von-Ossietzky-Straße. Die Mitarbeiter fordern: Schluss mit dem Schicht-Marathon! Sie verlangen weniger Arbeit, mehr Erholung und höhere Zuschläge.
Ausbaden müssen das unter anderem die Fahrgäste. Laut der CVAG müssen sich Fahrgäste auf am Montag "erhebliche Einschränkungen und Ausfälle" im gesamten Liniennetz einstellen.
Betroffen sind Straßenbahnen und Busse. Der Streik dauert bis Dienstagmorgen 3 Uhr. Immerhin: Die Linien 26, 39, 42, 46, 49, 56, 79, 89, 96 fahren wie gewohnt. Die Linien 41, 43, 53, 63, 69, 73, 82 können dagegen nur teilweise bedient werden.
Alle weiteren Linien, darunter auch alle Straßenbahnen der CVAG, fallen aus. Fahrgäste sollen sich vor ihrer Fahrt über die Echtzeitauskunft unter CVAG.de/eza informieren, heißt es.
Wie der Tarifkonflikt weitergeht - unklar. Lenken die Arbeitgeber nicht ein, könnte es zu weiteren Streiks kommen.
City-Bahnen bedienen Straßenbahnhaltestellen
Einziger Lichtblick am Montag ist die City-Bahn. Da das Unternehmen ihre Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) führt, sind die Bahnen nicht betroffen.
Heißt: Die Linien C11 (Chemnitz - Stollberg), C13 (Burgstädt - Chemnitz - Aue), C14 (Mittweida - Chemnitz - Thalheim) und die Linie C15 (Hainichen - Chemnitz) halten zumindest an einigen Straßenbahnhaltestellen.
City-Bahn-Chef Friedbert Straube (44) erklärt: "Auf den Achsen Chemnitz Hauptbahnhof <> Zentralhaltestelle und weiter Richtung Technopark bzw. Altchemnitz bedient die City-Bahn die Haltestellen im Stadtbereich Chemnitz."